Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Noch zweimal schlafen, dann bewegt sich die blau-weiß-rote Away-Karawane in den Südwesten der Republik, um die Störche an einer der Kultstätten des deutschen Fußballs zu unterstützen. Für viele Kieler sicherlich eine Premiere, weshalb wir mal bei den Experten vor Ort nachgefragt haben - und da gibt es wohl niemand besseres als "Der Betze brennt" (Link).  DBB gibt es seit dem Jahr 2000 und zwar ursprünglich als Unterschriftensammlung für das kontrollierte Abbrennen von bengalischen Feuern. Über die Jahre ist daraus ein Online-Magazin mit angeschlossenem Forum für FCK-Fans geworden. Die Redaktion ist bei jedem Spiel vor Ort und begleitet alle Entwicklungen rund um die Roten Teufel auch mit eigenen redaktionellen Inhalten. Langweilig wird es dabei nach eigener nie "Da muss man aktuell nur auf die Wochen seit Weihnachten schauen", sagt unser Interviewpartner Ingo.

 

CCK: Moin Ingo, am Freitag steht für uns Störche mit dem Besuch in Kaiserslautern eines der Saisonhighlights an. Für die Nordlichter, die es bisher noch nicht in die Pfalz geschafft haben – was erwartet uns? Was macht den Betze immer noch zum Mythos?
Ingo: Wie ihr am Freitag sehen werdet, ist das Fritz-Walter-Stadion nicht nur aufgrund seiner Dimensionen beeindruckend, sondern auch und vor allem aufgrund der Lage hoch über der Stadt. Das ist einzigartig und hat viel zum „Mythos Betze“ als uneinnehmbare Festung beigetragen. In der laufenden Saison ist das Stadion oft leider nur rund zur Hälfte gefüllt, worunter die früher so legendäre Betze-Atmosphäre natürlich leidet. Dennoch gibt es die Momente noch, in denen man das Gefühl hat, das Stadion wird zum berühmten zwölften Mann, die Kurve drückt den Ball über die Linie. Darauf hoffen wir jetzt mal am Freitag.

 

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CCK: Aus knapp 700 km Entfernung kennt der durchschnittliche Kieler nicht viel mehr als das Stadion. Was sollte man noch mitnehmen, wenn es einen sowieso auf die Ecke verschlagen hat? Gibt es bei der Stadiongastro vielleicht auch das eine oder andere regionale Highlight?

Ingo: Vor Spielbeginn bietet sich natürlich ein Besuch im FCK-Museum an, das am Freitag geöffnet hat (Link). Museum und vor allem das Stadion selbst sind bei den Sehenswürdigkeiten von Kaiserslautern schon ganz vorne dabei. Nennen kann man hier auch das Museum Pfalzgalerie oder an Parks die Gartenschau und den Japanischen Garten. Kaiserslautern liegt im Pfälzer-Wald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Für entsprechende Outdoor-Aktivitäten gibt es aber sicherlich bessere Monate als jetzt den Februar. Bei gutem Wetter und etwas Zeit würde sich auch ein Abstecher zur nicht weit entfernten Deutschen Weinstraße oder in die Rheinebene lohnen. Kulinarisch gehört der Pfälzer Wein natürlich zum Pflichtprogramm. Ebenso der Pfälzer Saumagen, dem Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl ja zu einer gewissen Berühmtheit verholfen hat. Wer mag, kann im Stadion mal die Pferdewurst der Metzgerei Härting probieren. Überhaupt wurde die Stadionwurst vom Magazin Stadionwelt erst im Vorjahr mit einem Spitzenplatz im deutschen Fußball ausgezeichnet.

 

CCK: Wie nehmt ihr den Aufsteiger von der Förde wahr? Und weshalb gelingt es Holstein trotzdem nicht drei Punkte zu holen?

Pünktlich zur Veröffentlichtung von "111 Gründe, Holstein Kiel zu lieben" war ich zu Gast bei der NDR Welle Nord im Landesfunkhaus an der Förde. War ein richtig guter Nachmittag.

 

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Haerausgekommen ist zudem noch ein wirklich sehenswertes Video - zu sehen auf der Internetseite des NDR.

 

 

Die Schlagzeilen an diesem Montag machten es klar: Holstein Kiel steckt in einer tiefen Krise. Das Team von Markus Anfang hat „das Siegen verlernt“. Die Everybodys Darlings der Hinrunde haben ihre Attraktivität komplett eingebüßt und spielen anscheinend nicht mehr beim großen Märchen vom Durchmarsch in die Bundesliga mit. In den Spieltagszusammenfassungen war der Fokus nicht mehr auf die Jungs von der Förde gerichtet, viel unglaublicher war nun, was der kleine SV Sandhausen aus dem Hardtwald leistete und es damit immerhin auf Platz vier der Tabelle geschafft hatte (ist das nach der Niederlage am Freitagabend gegen Fortuna Düsseldorf eigentlich auch schon wieder vorbei?)

 

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Zugegeben sind sieben Spiele ohne Sieg eine Serie, die ein wenig nervt und sicherlich war das 0:0 in Fürth keine Delikatesse für Fußball-Liebhaber. Zu selten war es den Störchen in Franken gelungen spielerische Akzente zu setzen, zu wenige Torchancen standen am Ende unter dem Strich. „Vielleicht fehlte hier und da das letzte Quäntchen“, äußerte sich Markus Anfang gegenüber der NordSport nach dem Partie auf der Suche nach einer Erklärung, woran es gehakt haben könnte. Insgesamt müssten die Spieler trotz aller Erfolge „hungrig“ bleiben.

 

„Satt“ ist an der Förde sicherlich noch keiner, vor allem nicht die Spieler. Das machten die Reaktionen zum Beispiel eines Marvin Ducksch nach dem Anpfiff auf dem Ronhof klar. Mehrere Minuten verharrte Ducksch in sich gekehrt auf dem Rasen, erst Dominik Schmidt gelang es, ihn wieder hochzuholen. Die „Torflaute“ (563 Minuten sind seit der letzten Bude vergangen) des Angreifers wird als eine einfache Erklärung angeführt und ist doch nur ein Ausdruck des inzwischen häufig (in vielen Bereichen des Lebens) vorherrschenden Schwarz-Weiß-Denkens. Trifft Stürmer, ist Stürmer gut - trifft Stürmer nicht, ist Stürmer schlecht. Verrichtete Anlaufarbeit und Torvorlagen fallen zu häufig hinten über. Natürlich wäre ein Ducksch-Tor, das womöglich einen Dreier bringt, eine feine Sache – die mediale Fokussierung auf die St-Pauli-Leihgabe in dieser Woche tat aber trotzdem nicht Not. Auch Marvin Ducksch wird noch „hungrig“ sein und auch wieder treffen (wenn er sein Versprechen hält, sogar schon gegen Regensburg ;) ).

 

Das Schöne bleibt allerdings, dass sowohl Spieler, als auch Fans noch immer mehr als alles Recht der Welt haben, so richtig „Bock“ auf jedes weitere Spiel in dieser Saison zu haben. Also muss auch niemand die Absicht haben, diesen Bock umzustoßen – auch bei einer „Sieglosserie“, die bei genauerer Betrachtung alles andere als nur schlecht war.

 

Von daher: Auf geht’s zum Holler!

 

#dankefürdiesesaison
#immernochbock
#stillinlovewithholstein
#stillinlovewithmarvinducksch

Fußball, Familie, Flensburg und dazu Holstein als "riesiges Los" - das sind die Koordinaten im Leben von Utku Sen. Vor einem Jahr unterschrieb der heute 19-Jährige einen Profivertrag bei den Störchen. Was folgte war ein Jahr mit Höhen (Torschützenkönig in der U19-Bundesliga) aber auch schwierigen Phasen. Im Trainingslager im spanischen La Manga stand Utku CCK Rede und Antwort.

 

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CCK: Utku, nachdem du im vergangenen Jahr verletzt aus dem Trainingslager abreisen musstest, erst einmal die Frage, was deine Sprunggelenke machen.

Utku (lacht): Deutliche Steigerung, sehr sehr deutlich. Ich habe jetzt ein Jahr im Profibereich absolviert, mittlerweile bin ich das harte Training gewöhnt und komme immer dichter an die Abläufe heran.

 

CCK: Und im Trainingslager ist es wahrscheinlich nochmal härter als in einer normalen Trainingswoche...

Utku: Das ist schon anstrengender. Alleine deshalb, weil es in „normalen“ Wochen im Höchstfall zwei Einheiten am Tag sind, hier kommen wir mit der Aktivierung am Morgen auf drei Trainingseinheiten. Eigentlich ist es fast nur Training und Fußball – das merkt man schon in den Knochen.

 

CCK: Ungewöhnlich dürfte es für dich ja gewesen sein, neun Tage lang in einer zusammengestellten WG zu wohnen...

Utku: Das läuft aber extrem super. Auf einem Zimmer bin ich mit Atakan Karazor. Zuerst dachte ich, dass wir für eine gut gefüllte Mannschaftskasse sorgen würden. Aber gar nicht – wir waren kein einziges Mal zu spät und so soll es auch bis zum Ende bleiben.

 

CCK: Mit den U23-Spielern Sander, Spohn und Mohr sind noch drei weitere „Jungspunde“ mit an Bord. Nimmst du die an die Hand oder ist es eher so, dass du noch von den Älteren oder einem Spieler an die Hand genommen wirst?

Utku: Es ist kaum zu glauben, aber obwohl drei Spieler aus der U23 mit dabei sind, bin ich immer noch der Jüngste. Insofern werde ich von der Mannschaft mitgenommen, was ich sehr wichtig finde. Es läuft über das ganze Team, jeder setzt sich ein, jeder gibt dir Tipps. Wenn ich in einer bestimmten Situation einen Fehler mache, sagt mir mein Gegenspieler gleich, was ich das nächste Mal besser machen kann.

 

CCK: Wie siehst du denn deine persönliche Entwicklung im ersten Jahr bei den Profis?

Utku: Das erste halbe Jahr verlief wirklich erfolgreich, dann gab es aber doch einige Schwankungen. Meine persönlichen Trainingsleistungen verschlechterten sich, ich war nicht mehr im Kader. Aber auch das gehört zum Fußball dazu. Es hat ein wenig gedauert, bis ich im Profifußball angekommen bin. Das habe ich jetzt, glaube ich, aber geschafft und will der Mannschaft und dem Trainer zeigen, dass ich da bin.

 

CCK: Zwischendrin gab es ja auch einige Gerüchte, dass ganz große Namen bei dir angeklopft hätten. Geht so etwas völlig spurlos an einem jungen Spieler vorbei oder hat es dich dann doch beeinflusst?

 

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Wir wünschen allen Lesern und und Freunden ein frohes Fest und ein paar entspannte Tage!

 
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