Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

5. Mai ist Weltfischbrötchentag. CCK und 1912FM fordern: Fischbrötchen fürs Holstein-Stadion!

 

Weltfischbrötchentagflyer

 

...denn ein Stadion ohne Fischbrötchen ist kein norddeutsches Stadion!

*Calcio Culinaria sucht den Markus-Anfang-Nachfolger

 

Seit Mittwoch ist es nun offiziell, dass Markus Anfang die Störche mit Ende der Saison verlassen wird. Spästens damit ist die Suche und Diskussion um den potenziellen Nachfolger auf den Trainerposten an der Förde ausgebrochen. Wir haben uns einmal einige prominente und vielleicht auch den einen oder anderen überraschenden Namen vorgenommen.

 

1. Holger Bachthaler

 

Einst für die Mannschaft des FV Illertissen in der Regionalliga Bayern und ihrer Etablierung in der Spitzengruppe der Liga verantwortlich, war der Fußballlehrer bereits nach der Beurlaubung von Karsten Neitzel ein Kandidat für den Trainerposten an der Förde. Derzeit trainiert der gebürtige Schwabe die U18 des FC Red Bull Salzburg, u.a. recht erfolgreich in der UEFA Youth League. Doch während diese Zeilen geschrieben werden, spuckt das Internet den baldigen Wechsel Bachthalers zum Regionalligisten SSV Ulm auf. Pech gehabt! 

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2. Hannes Drews

 

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Hannes Drews ist an der Förde noch bestens bekannt, sein Wechsel ins Erzgebirge liegt schließlich erst einige Monate zurück. Mittlerweile haben sich die Veilchen unter seiner Regie stabilisiert und werden wohl auch nächste Saison in der 2. Bundesliga anzutreffen sein. Fraglich, ob er seinen dort erarbeiteten Respekt schon wieder aufgeben möchte. Außerdem setzte Holsteins sportliche Leitung in der kurzen Phase zwischen Neitzel und Anfang ihn trotz Fußballlehrer-Lizenz nur auf den Posten des Co-Trainers hinter U23-Coach Ole Werner. Kein allzu großer Vertrauensbeweis.

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3. Jens Keller

 

Die Beendigung der beiden letzten Arbeitsverhältnisse Kellers erfolgten unter eher unglücklichen Umständen. In Gelsenkirchen wurde sein Job trotz der Qualifikation für Europa beendet, bei Union feuerte man ihn trotz der kleinen Distanz zur Spitzengruppe in der 2. Liga. Die Entwicklungen seiner Teams unter oft widrigen Umständen dürfte den Coach eher ins Blickfeld einiger etablierter Bundesligisten rücken und ihm im Sommer oder Herbst wieder in die oberste Spielklasse spülen. Ob sich Keller daher ernsthaft mit Holstein beschäftigen oder die sportliche Leitung ihn in Betracht ziehen würde, darf bezweifelt werden.

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4. Alexander Nouri

 

Alexander Nouri Oktober 2016

(Quelle: Wikipedia)

 

Der Buxtehuder hatte in Kiel unter Falko Götz nicht die beste Zeit in seiner aktiven Karriere, machte es als Trainer danach beim VfB Oldenburg, Werders U23 und der ersten Mannschaft des SVW umso besser. Anders als Markus Anfang bevorzugt er eher das schnelle Umschaltspiel mit raschem Abschluss. Nach seiner Beurlaubung an der Weser reiste Nouri zur Weiterbildung sportartenunabhängig um die Welt. Das ganz große Angebot aus der Bundesliga dürfte ihn nicht erwarten. Versucht er sein Glück demnächst an der Förde, vielleicht sogar mit Rafael Kazior als Assistent? Zumindest gab der Deutsch-Iraner an, ab Sommer wieder aktiv in Business einsteigen zu wollen. Und bei seinem "Praktikum" bei der SG Flensburg-Handewitt könnte vielleicht ja ein Kontakt zu Wolfgang Schwenke zustande gekommen sein.

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5. Christian Preußer

 

Bereits in ganz jungen Jahren trug Preußer Verantwortung für die Drittligamannschaft des FC Rot-Weiß Erfurt, vorher war er bereits in der Jugendabteilung der Thüringer aktiv. Auch bei seiner Beurlaubung sprach man ihm das großer Trainertalent nicht ab. In der Folge übernahm der Berliner die U23 der Talentschmiede des SC Freiburg, stieg mit seinem Team in die Regionalliga Südwest auf und mischt dort aktuell die Spitzengruppe auf. Sein Vertrag bei den Breisgauern läuft aus - bekommt der 34-jährige eine Chance im hohen Norden?

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6. Jess Thorup

 

Seit einigen Jahren mischt der FC Midtjylland mit Thorup in der Spitze der dänischen Superliga mit und stellt für Brøndby IF und den FC Kopenhagen eine echte Konkurrenz dar. Vieles davon hängt auch mit Trainer Jess Thorup zusammen, der als Spieler auch in Uerdingen und Innsbruck aktiv war, (somit der deutschen Sprache mächtig sein müsste) in Tirol sogar nur knapp vor Holsteins Trainer Markus Anfang. Als Coach war er unter anderem Förderer von Mikkel Vendelbo in Esbjerg und weißt tatktisch Ähnlichkeiten zum Kieler Noch-Coach auf. Sollte der Club aus Herning den Meistertitel holen, wäre das Ende der Fahnenstange erreicht. Versucht Thorup dann sein Glück in Schleswig-Holstein?

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7. Christian Titz

 

Noch steckt Titz mitten im wohl aussichtslosen Abstiegskampf mit dem HSV, seine Fähigkeiten stellte er aber bereits in den Monaten zuvor unter Beweis, als er aus der U23 der Hamburger ein echtes Spitzenteam mit tollem Fußball formte. Genau wie Markus Anfang bevorzugt er das 4-1-4-1 mit dominantem, offensivem Spiel. Die Ausrichtung transportierte er auch in die Bundesliga und hinterließ dort einen besseren Eindruck als Gisdol und Hollerbach, stellte eiskalt seinen Regionalliga-Sechser im Oberhaus auf. Ob der HSV mit ihm einen Neuanfang starten wird, ist ungewiss - als Nachfolger für Markus Anfang eine Stunde weiter nördlich wäre der mit Ralf Becker bekannte Mannheimer sicher nicht. Und die Ausstrahlung eines Versicherungsvertreters der Hamburg-Mannheimer sollte nicht stören sein. Als Inhaber des Dienstleistungsunternehmens "Coaching Zone – Portal für Trainingslehre und Spielkultur" und Autor mehrerer Taktikbücher ist er in der "Szene" als echter Fachmann geschätzt.

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...die Saison ist zu kurz für doofe Diskussionen.

Holstein gelang mit dem 4:0 in Dresden der höchste Auswärtssieg der Zweitliga-Geschichte. Der Fanblock feierte ausgelassen, die Freude der Mannschaft war bis in den Raum der Pressekonferenz zu hören. Weitere drei Punkte auf dem Konto in einer grandiosen Saison, deren Ausgang immer mehr Potenzial für eine ganz große Überraschung inne hat. Genau wie das sonnige Wetter, war die positive Stimmung rund um das Thema „Holstein“ bei Rückankunft in Kiel allerdings fast schon wieder gänzlich verflogen. Denn in den sozialen Medien wurden andere Dinge diskutiert.

 

Vor etwa vier Monaten tauchte das Gerücht auf: Markus Anfang wechselt nach der Saison zum 1. FC Köln. Klar, das passte irgendwie. Schließlich wohnt die Familie des Trainers in der Domstadt am Rhein und, völlig unabhängig von der Liga-Angehörigkeit, sind die Geißböcke immer noch eine größere Nummer als die Störche. Um die Konzentration auf die aktuelle Spielzeit nicht zu gefährden, wurde sich von offizieller Kieler Seite aber „nicht an Spekulationen beteiligt“. Weiter hieß es, „von Spiel zu Spiel denken“. Die Mannschaft bekam kein Alibi für etwaige schlechte Leistungen geliefert.

 

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Die Ruhe stellte sich aber nur bedingt ein, denn Gerüchte haben viel mit Pop-Up-Fenstern gemein. Der Blick soll eigentlich auf etwas anderes gerichtet sein, geht aber nicht, weil immer wieder so ein nerviges Teil erscheint. Es wird weggeklickt, doch beim nächsten Mal ist es wieder da. Brauchen tut es dabei niemand. Und genau so tauchten in schöner Regelmäßigkeit die neuesten Anfang-News auf, die Erklärung für die Sieglos-Serie war unter anderem das fehlende Dementi des Trainers.

 

Nun könnte die Schuld bei der „Sensationsgeilheit“ der Medien gesucht werden, jede Zeitung möchte hinterher sagen können: Seht ihr, bei uns habt ihr es als erstes gelesen. Doch in Zeiten von Social Media sind die Übergänge fließend und so beteiligte sich auch der „Rest der Bevölkerung“ ebenfalls an den Spekulationen und machte schon Störfeuer aus dem Westen aus – für den Fall einer möglichen Relegation zwischen Kiel und Köln sollte der Rivale aus dem Norden geschwächt werden (wobei hier immer die Frage ist, ob das nicht viel destruktiver für den 1. FC gewesen wäre). Einerseits wurde sich immer wieder über die „Lügenpresse“ aufgeregt, andererseits wurde jedes kleine Teilchen eines Gerüchts willig aufgegriffen, waren die Facebook-Timelines immer wieder gut gefüllt mit Markus Anfang, Markus Anfang, Markus Anfang. Dabei regierte gerne mal das „Stille-Post-Prinzip“.

 

„Anfang wechselt nach Köln“
„Anfang kriegt Fünf-Jahres-Vertrag“
„Anfang nimmt fünf Innenverteidiger von der Förde mit“
„Anfang tauscht das Kölner Maskottchen gegen einen Storch aus“
„Anfang und Cichon auch in Köln eine WG“

 

Was die Spatzen nicht alles vom Dom pfiffen – oder war es doch nur Rainer Calmund? Der sorgte in der vergangenen Woche zumindest noch einmal für mächtig neuen Wirbel. Holstein reagierte wieder mit dem üblichen: „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen.“ In der Endphase einer Saison, die sportlich herausragend ist, sollte auch nur das Sportliche wichtig sein. Zwischen den Zeilen darf jeder das lesen, was er oder sie will, nur sollte die Leistung des Teams eigentlich den größeren Platz einnehmen. Die Mannschaft hat es am Sonnabend beeindruckend vorgemacht: Aufs Wesentliche konzentrieren und Großes erreichen.

 

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Holstein steht vor einer riesigen Sensation (eine „normale“ Sensation ist die Saison sowieso schon) und alles worüber gesprochen wird, ist was in der Sommerpause passieren könnte? „So ist das Geschäft“, wird gerne angemerkt – so muss es aber nicht sein. Auf dem Platz heißt es „von Spiel zu Spiel denken“ - nehmen wir uns doch alle ein Beispiel daran. Oder um es mit dem alten, römischen Ausspruch zu sagen: „Carpe diem“ - genieße den Tag. Denn in einer Woche steht ein weiterer Festtag im Holstein-Stadion an. Und die Saison ist zu kurz für doofe Diskussionen.

Babylon Berlin und Fußball – zwei Wörter, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, so mutmaßlich der Stand beim Großteil der Bevölkerung. Außer man ist regelmäßiger Zuschauer des Bezahlsenders „Sky“ und wurde dort mit Programmhinweisen für die deutsche Antwort auf sämtliche US-Serien überschüttet. 

 

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Viel interessanter ist dagegen die schon seit einigen Jahren bestehende Liaison zwischen dem „11mm Fußballfilmfestival“ und dem Babylon Kino Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz, unweit des Berliner Fernsehturms. Für mehrere Tage schaffen das Kino und der veranstaltende Verein „Brot und Spiele e.V.“ Öffentlichkeit für Fußball-Filme unterschiedlichster Art, vom Kurzfilm mit Originalton, Dokumentationen über Vereine (wie Westring 501) bis hin zu Streifen mit populäreren Themen wie den Ungereimtheiten im Vorfeld der WM in Katar.

 

In den letzten Jahren fand das Festival immer parallel zu einem regulären Drittligaspieltag statt, in 2018 legten die Veranstalter das Festival auf das vergangene Länderspielwochenende, perfekt für Anhänger von Vereinen in Spielklassen der DFL. Die Gelegenheit musste beim Schopfe gepackt werden, ab in die Bundeshauptstadt zum Festival-Freitag! Für den Autor war es nicht der erste Besuch, veranstalteten die Organisatoren des Fankongresses hier vor Jahren nicht schon ein Teil des Abendprogramms. Zunächst erwartete einen zu früher Stunde bereits eine Diskussion zum Thema „Rebellen im Fußball“, u.a. mit Jens Kirschneck von 11Freunde. Leider fand der interessante Austausch zum ersten Film des Tages ob der Uhrzeit noch keinen großen Anklang. Der erste Film Tages sollte aber nicht jener über sich politisch engagierende Fußballspieler sein.

 

Immer wieder geht die Sonne auf (R: Dominik Thaller, 105 Minuten, Österreich 2017)

 

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In Anwesenheit des Regisseurs bekam man einen tiefen Einblick die wechselvolle Geschichte des FC Blau Weiß Linz aus der Stahlstadt in Oberösterreich. Nachdem der Vorgängerverein gegen den Willen der Fanszene in den Ortsrivalen Linzer ASK integriert wurde (von einer – so offizielle betitelt – Fusion konnte aufgrund des kaum wahrnehmbaren Einfluss des Clubs im neuen Großverein keine Rede sein), wollte die Fanszene das Sterben ihrer Farben nicht hinnehmen und gründete 1997 ihren Verein neu, acht Jahre früher als das Wiederbeleben von Austria Salzburg.

 

Neben zahlreichen Sequenzen aus dem Archiv des ORF von Spielen des Vereins auf Dorfplätzen gegen Vereine, die in Deutschland allenfalls hartgesottenen Hoppern etwas sagen dürften, waren vor allem die Gespräche mit der aktiven Fanszene sehr interessant. Zahlreiche Vertreter aus unterschiedlichen Fangruppen kamen zu Wort und irgendwie fand man sich als Holsteiner in ihren Aussagen wieder. Auch die Anhänger von BW Linz wurden nicht von einem glamourösen Club angezogen, von tollen Events am Spieltag. Amateurfußball und eine Bruchbude als Spielstätte hieß der damalige Status Quo. Die Eindrücke der frühen Phase der Fanszene erinnerte doch stark an die glorreiche Ära der FFK in Kiel.

 

Während der Rivale LASK seine Fans überwiegend aus dem Umland bezieht, kommen BW-Fans zum großen Teil aus Linz selbst. Für sie hört gesellschaftliches Engagement nicht am Stadiontor auf, die Szene ist im kulturellen Leben an der Donau verankert. Aktionen gegen Rassismus, Konzerte für gute Zwecke, Unterstützung von Flüchtlingen und eine eigene Radiosendung sind nur einige sympathische Beispiele. Regisseur Dominik Thaller hat es mit viel Witz und einem tollen Soundtrack (u.a. Thees Uhlmann und Los Fastidios) geschafft, seinen Verein und die Fanszene näher zu beleuchten und sich und seinen Verein dabei selbst nicht ganz so ernst zu nehmen. Da konnte auch die Uni für das Projekt nichts anderes als die Bestnote vergeben.

 

www.facebook.com/iwgdsa

 

Reggea Boyz (R: Till Schauder, 73 Minuten, Deutschland 2018, ab 03.05.2018 im Kino)

 

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Bereits im Foyer des Kinos konnte man sich dank der jamaikanischen Botschaft und Community in Berlin auf karibische Art stärken und bekam sogleich einen kleinen Eindruck, was der nächste Film bereithielt. Die jamaikanische Nationalmannschaft sorgte in der jüngeren Vergangenheit durch die Erfolge beim CONCACAF Gold Cup für Furore. Doch die Fußballwelt leuchtete nicht immer in grün-gelb-schwarz. Nach langer Zeit wollte sich der Karibik-Staat wieder für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien qualifizieren und setzte dabei sogar auf von der einheimischen Bevölkerung eher skeptisch beäugte Legionäre aus den USA und Europa.

Ihr wollt "Englische Wochen" live an der Förde? Ihr wollt mit dem "Kapitän" in seinem Heimathafen feiern? CCK verlost einmal Gästeliste plus 1 für das Heimspiel von Erik Cohen am 7. April 2018 im Orange Club, Kiel. Alles was ihr tun müsst, ist bei CCK Facebook zu kommentieren, dass ihr dabei sein wollt - das Ganze geht natürlich auch per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  Teilnahmeschluss ist am Sonntag, 24. März 2018, 19:12 Uhr. 

 

Das Los entscheidet unter allen Teilnehmern. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

 

Und wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich auf jeden Fall im Vorverkauf ein Ticket. Die Karten werden langsam rar.

 

 
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