Was bewegt uns? Worüber ärgern wir uns, worüber freuen wir uns? Was gibt es Neues? Und wie war es eigentlich damals? Das alles und noch viel mehr findet der CCK-Leser hier:

 

 

Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft tauchte ein Plakat auf, das Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. „#NoBan4Women“ und „SUPPORT IRANIAN WOMEN TO ATTEND STADIUMS“ ist darauf zu lesen. Der Hintergrund, schnell auch durch die Medien klar, ist einfach wie erschütternd. Noch immer ist es Frauen im Iran nicht erlaubt ins Stadion zu gehen.

 

Kaum vorstellbar hinsichtlich der Massenbewegung Fußball, die den gesamten Globus umspannt. Frauen im Stadion sind inzwischen das Normalste in der Welt und gehören egal ob Kreis- oder Bundesliga zum Bild dazu. Natürlich war auch das vor einigen Jahrzehnten noch anders. Doch war dies weniger Verboten, als mehr Desinteresse, einem strengen Rollenverständnis und dem im Stadion vorherrschenden Chauvinismus geschuldet. Zumindest letzteres ist noch immer in Stadien zu finden. Doch Frauen sind selbstbewusster geworden, wehren sich gegen Klischees und lassen sich nicht mehr in die Rolle des Anhängsels drängen. Nein, sie gehen bewusst ins Stadion. Sie wissen rund um den Fußball Bescheid. Sie feuern an, sie schreien, sie pöbeln, sie trinken Bier. Frauen sind Teil der Fußballkultur geworden.

 

Doch Teil einer solchen Entwicklung zu sein, bleibt in manchen Ländern immer noch verboten. Während Saudi-Arabien seine Restriktionen diesbezüglich inzwischen etwas gelockert hat, bleibt der Stadionbesuch für Frauen im Iran weiterhin unmöglich.

 

So nutzen viele Iranerinnen die Gelegenheit Fußball außerhalb ihres Landes, zum Beispiel bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland, zu sehen. Sie wollen ihre Nationalmannschaft unterstützen und ganz nebenbei für ihr Recht auf Fußball protestieren. Ein Protest, der offensichtlich erstes, zaghafte Gehör findet. Für das heutige Spiel Iran gegen Spanien findet in Teheran ein Public Viewing statt, an dem auch Frauen teilnehmen dürfen. Ein kleiner Schritt, auf den hoffentlich noch viele folgen.

 

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Genau zu diesem Thema erschien im Jahr 2006 der Film „Offside“ - unterschiedliche junge Frauen versuchen, getarnt als junge Männer, ins Stadion zu gelangen und das Qualifikationsspiel der Iranischen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft 2006 zu sehen. Wir können den Film ohne Einschränkung empfehlen.

 

Positive Randnotiz: Entgegen der Gewohnheit ist die FIFA nicht gegen die Protestbanner der Iranischen Frauen eingeschritten. Es handele sich um einen sozialen Appell und nicht um eine politische Botschaft, hieß es vom Verband, der sich hierfür ausnahmsweise mal ein Lob verdient hat.

In den letzten Jahren hatte die KSV das Glück, dass über die Sommerpause immer eine Position, egal ob Trainer oder Sportdirektor, besetzt war. Nicht so dieses Jahr. Daher war es nicht überraschend, dass das Podium im Presseraum mit Trainer Tim Walter und Sportdirektor Fabian Wohlgemuth gut gefüllt war.

 

Im Gegensatz zu Tim Walter, der im norddeutschen Raum bisher noch nicht tätig war, kreuzten sich die Wege von KSV-Präsident Schneekloth in seiner früheren Funktion als Berater und von Wohlgemuth als Scout beim HSV und NLZ-Leiter in Wolfsburg schon öfter.

 

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Eigentlich hätte man für dieses Pressegespräch auch gar keine Zeit, man versinke schließlich in der Arbeit, einen neuen Kader auf die Beine zu stellen. Damit diese Mammutaufgabe nun nicht jährlich im Sommer anfällt, möchte man verstärkt auf feste Verpflichtungen setzen, eine „eigene Spielerbasis“ aufbauen.

 

Neben den drei bereits verpflichteten Spielern sollen noch vier bis fünf neue Gesichter an die Förde wechseln. Vorbild für den Werdegang dieser sei die Entwicklung von Marvin Ducksch und Dominick Drexler, die sich erst in Kiel zu richtig begehrten Fußballern entwickelt hätten. Vielleicht auch deshalb bescheinigte Tim Walter seinem Vorgänger Markus Anfang eine gute Arbeit. Der Ballbesitzfußball und das eigene Agieren seien auch die Markenzeichen des Spiels des ehemaligen U23-Trainers des FC Bayern München. Auch auf dem Transfermarkt und bei Beratern und Spielern sorgte die sehr gute letzte Saison für ein positives Echo, das merke man auch bei der Spielersuche, so Wohlgemuth.Die so entstandene Erwartungshaltung relativiere man aber schnell. Das Saisonziel werde man erst nach den ersten Eindrücken des Kaders im Wettkampf festlegen.

 

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Tom Weilandt werde wohl nicht zu diesem neuen Aufgebot gehören, das neue Führungsteam habe andere Vorstellungen. Fraglich, ob sich neue Spieler genauso wie Holsteins neuer Co-Trainer Rainer Ulrich überzeugen lassen. Ulrich arbeitete viele Jahre in Karlsruhe unter Winfried Schäfer und zuletzt mit Walter bei den kleinen Bayern. Laut Holsteins neuem Coach hätte augenzwinkernd ein Fahrrad für Ulrich hier oben gereicht, um den gebürtigen Mannheimer aus seinem gewohnten Umfeld nach Kiel zu locken.

Allen potentiellen Neuzugängen sei daher von CCK gesagt: In Kiel gibt sowohl viele Fahrräder, als auch schöne Strecken!

 

Jahrzehnte von Bangen, Leiden, Jubeln und Feiern, begeisternde Spiele und große Dramen - Fußballgeschichte, die von tausenden Schlachtenbummlern verfolgt wurde, verschwindet innerhalb weniger Stunden durch die Baggerschaufel... 

 

Es war vielleicht einer der letzten Reste des "alten" Fußball im Bundesliga-Business, nun ist das Ende der Ostkurve im Holstein-Stadion gekommen. Unter Gästefans war sie gehasst, weil die Besucher ungeschützt den norddeutschen Elementen ausgesetzt waren und weil dank der Mischung aus flachen Stufen und Werbebanden die Torauslinie in einem toten Winkel lag. Andererseits ging Nostalgikern das Herz auf und auch Freunde von pyrotechnischen Erzeugnissen konnten ihre Leidenschaft voll ausleben.

 

Viele ältere Holsteiner kennen noch die Zeit, in der man sich aussuchen konnte, hinter welchem der beiden Tore man das Spiel verfolgen wollte. Und zur Not in der Halbzeit wechseln konnte. Einige vermissen diese Zeit und erinnern sich an den Blick das alte Rund. Wehmut schwingt beim Abriss mit. Aber Holstein ist nicht mehr das Holstein von früher, die Mannschaft ist eine andere, der Fußball ist ein anderer und nun zieht das Stadion nach. Auf geht's in die Zukunft!

 

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Ein Interview mit Arnd Zeigler.

 

Arnd Zeigler ist das, was man ein Multitalent nennt. Er ist Stadionsprecher beim SV Werder Bremen, Journalist, Autor, Radio- und Fernsehmoderator und jetzt auch noch mit einer eigenen Bühnenshow unterwegs. Am 16. Mai ist er im Metro-Kino im Schlosshof mit „Zeiglers wunderbarer Welt des Fußballs“ zu Gast. Grund genug, ihm mal wieder auf die Nerven zu gehen und mehr oder weniger sinnvolle Fragen zu stellen.

 

CCK: Arnd, erst mal herzlichen Dank, dass Du Dir wieder einmal Zeit für uns genommen hast und Glückwunsch zum Klassenerhalt von Werder Bremen. Eine für unser beider Vereine turbulente Saison geht zu Ende. Wenn Du auf Deine Zeit als Fußballfan zurückblickst, insbesondere auf die jüngere Vergangenheit, so war es sicher nicht immer ganz einfach. Wer wäre Arnd Zeigler denn eigentlich ohne Fußball?

 

Arnd Zeigler: Das ist eine verdammt harte Frage. Ich habe mir darüber schon öfter Gedanken gemacht. Ich glaube, aus mir wäre dann schlicht gar nichts geworden. Ich bin für keinen anderen Beruf so recht kompatibel, fürchte ich. Allerdings wäre da ja immer noch meine Leidenschaft für das Radiomachen und die Musik. Ich wäre also vermutlich Radiomoderator und würde etwas mehr als die eine Sendung produzieren, die ich jeden Dienstagabend moderiere.

 

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CCK: Was hat Dich, nachdem Du bereits als Autor und Journalist, Stadionsprecher, Radio- und Fernsehmoderator tätig bist, dazu bewogen, jetzt auch noch auf die Bühne zu gehen?

 

Arnd Zeigler: Das ist insofern ein interessantes Thema, weil ich eigentlich gar keine klassische Rampensau bin, die es vor Kameras oder auf Bühnen zieht. Ich bin vor elf Jahren zu einer eigenen Fernsehsendung gekommen wie die Jungfrau zum Kind, und mit dem Bühnenprogramm ist es nun ganz ähnlich. Meine Agentur hat mich jahrelang bearbeitet, das mal zu versuchen. Ich wollte das aber lange Zeit nicht. Ich konnte mir nicht vorstellen, alleine auf einer Bühne zu stehen und etwas Großes, Abendfüllendes zu machen, für das ich alleine den Kopf hinhalte und die Leute Eintritt zahlen. Ich habe mich dann herangetastet und ab und zu mal auf Veranstaltungen hier und da eine halbe Stunde Blödsinn gemacht. Das wurde dann immer etwas länger, ich habe mich weiterhin innerlich dagegen gesträubt, und dann wurde es meinem Agenten zu bunt und der hat mir gesagt: "So, jetzt haben wir für Dich die Hamburger Markthalle gebucht und es gibt kein zurück mehr!" Mit diesem Auftritt habe ich mich wochenlang rumngequält, und es hat dann in Hamburg bei meiner ersten eigenen Bühnenshow überhaupt im letzten Oktober ungefähr 20 Sekunden gedauert, bis es begann Spaß zu machen. Und jetzt ist es das Größte. Mein Auftritt in Kiel ist Nummer 14, und wenn die Tour Anfang Juni erst einmal vorbei ist, wird mir richtig was fehlen. Das Schönste ist, dass alle miteinander, ich inklusive, einfach einen schönen Abend rund um unser Lieblingsthema Fußball erleben. Es gibt keine Schwanzvergleiche der Fans unterschiedlicher Vereine im Publikum und keine Zickereien. Alle ziehen sich gegenseitig auf, jeder will einfach nur zwei Stunden Spaß haben und ich habe nach all den Jahren plötzlich Kontakt zu richtigen Menschen, nachdem ich seit 2007 die wahrscheinlich einsamste Fernsehshow im deutschen Fernsehen moderiere. Also: Ich musste klassisch zu meinem Glück gezwungen werden, und nun ist es eine wunderbare Facette meines Berufslebens.

 

CCK: Du hast ja offenbar ein volles Programm. Wie oft bleibt da die Zeit, auch einfach mal bei einem Amateurspiel mit der Bratwurst in der Hand einen entspannten Kick zu genießen (wie zum Beispiel letzten Sommer Aufstiegsrunde Bremer SV gegen Altona 93).

 

Arnd Zeigler: Viel zu selten, weil sich solche Spiele ja meistens mit meinen eigenen Sendeterminen überschneiden. Ich will seit Jahren mal ein Spiel meines Heimatvereins SC Weyhe schauen und bekomme das nicht hin. Ich werde dauernd gefragt, ob ich nicht mal hierhin oder dorthin kommen mag. Ich würde liebend gerne – ich liebe Sportplätze und Fußball, egal in welcher Liga. Gib mir eine Bratwurst und ein Bier und ich schaue mir mit großem Vergnügen jeden Kreisligakick wildfremder Mannschaften an. Aber leider muss ich beim Blick in den Kalender seit vielen Jahren immer sagen: "Oh, sorry – da muss ich ins Stadion", "Oh, da hat mein Sohn ein Spiel!", "Oh, da habe ich Sendung" und so weiter. Außerdem sind mir alle Werder-Spiele heilig. Sobald die irgendwo kicken, gilt meine Aufmerksamkeit nur diesen 90 Minuten und diesen Jungs in grünweiß. Da ist nichts zu machen.

 

CCK: Du hast jetzt bereits einige Shows gemacht. Im Gegensatz zum Fernsehen oder Radio bekommst Du auf der Bühne die Reaktion des Publikums unmittelbar mit. Inwieweit hat Dir das im Vorfeld Respekt gemacht und wie fühlt es sich tatsächlich an?

 

Arnd Zeigler: Habe ich ansatzweise schon beantwortet. Ich hatte keine Angst in dem Sinne, aber ich war mir natürlich dennoch nicht sicher, ob es funktionieren wird. Werde ich mich alleine auf einer Bühne wohlfühlen? Wollen mich überhaupt Leute sehen? Gibt es wirklich so viele Leute, die so seltsam ticken wie ich und die Spaß an einem solchen Abend haben? Ja, ja, ja. Es macht viel mehr Spaß als ich je geglaubt hätte. Aber, um das zu beantworten: Ich hatte und habe dennoch großen Respekt davor, für einen gelungenen Abend von ein paar hundert Fußballfans verantwortlich zu sein.

 

CCK: Was verpasst man, wenn man noch keine Karte für den 16.5. hat?

Arnd Zeigler: Einen Abend, an dem wir alle miteinander das feiern, was wir am Fußball so lieben. So genau weiß ja keiner, was das ist. Nach dem Abend weiß man aber jedes Mal, dass Fußball etwas Großartiges ist.

 

CCK: Du bist ja auch durchaus dafür bekannt, skurrile Geschichten rund um den Fußball auszugraben. Was kannst Du entsprechendes über Kiel erzählen?

 

Arnd Zeigler: Zunächst mal: Mein Traum war zu Beginn dieser Tour, dass Holstein Kiel an diesem 16. Mai schon aufgestiegen ist. Das hat leider nur beinahe geklappt. Und, auch noch wichtig: Ich habe mir extra für den Auftritt bei euch eine Holstein-Fahne gekauft, um meine Solidarität optisch auszudrücken. Am Abend darauf trete ich in Buchholz auf und werde Holstein mächtig die Daumen drücken. Meine erste direkte Begegnung mit Holstein Kiel fand in Werder Bremens einziger Zweitligasaison statt. 1980/81 war das, ich war ein komplett mit Fußball und Werder infizierter Teenager, habe im Weserstadion die Stadionzeitung verteilt und deshalb schon damals absolut jedes Spiel gesehen. Werder hat zuhause gegen Holstein mit 5:1 gewonnen und in Kiel 1:1 gespielt. Im Heimspiel hat unser Idol Erwin Kostedde doppelt getroffen, es waren keine 9000 Zuschauer da und Werder ist trotz des glatten Sieges zeitweise ausgepfiffen worden, weil Kiel sich lange Zeit erbittert gewehrt hat. Das Tor für Holstein schoss ein Ex-Werderaner, der heute in Kiel immer noch einen Namen hat: Bernd Brexendorf. Im Rückspiel traf er auch.

 

CCK: Es könnte in der kommenden Saison zu der ersten Pflichtspielbegegnung zwischen Werder und Holstein seit 1981 kommen. Ist das etwas, auf das man sich als Bremer freut? Und wie sehr hofft man, nach Kiel zu können und nicht nach Hamburg zu müssen?

 

Arnd Zeigler: Als Fußballfan würde ich mich zunächst mal freuen, wenn es endlich nach so langer Zeit mal einen Bundesligisten aus Schleswig-Holstein gäbe. Und als Hanseat, Norddeutscher und Freund von Fußballtradition wäre so ein Spiel absolut klasse. Muss aber bitte auch in Kiel stattfinden.

 

CCK: Wie hast Du die sportliche Entwicklung bei Holstein wahr genommen?

 

Arnd Zeigler: Wie das so ist: Wenn man Traditionsvereine mag, schaut man jede Woche die Ligen durch und freut sich bei Vereinen wie Holstein über jeden Schritt zurück ins Rampenlicht.

 

CCK: Was denkst Du über ein Stadion, dass am Meer liegt, in dem es aber keine Fischbrötchen gibt?

 

Arnd Zeigler: Das macht mich jetzt gerade fassungslos.

 

CCK: Wo wir gerade bei Dingen sind, die in keinem Stadion fehlen dürfen. Findest Du nicht auch, dass Hüte wieder zum Standard-Dresscode für männliche Stadiongänger gehören sollten?

 

Eduard Zeiglermann: Diese Frage beinhaltet gleich mehrere Mysterien auf einmal. Früher hatten ungefähr 99 Prozent aller männlichen Stadiongänger Hüte auf. Der Rest waren Kleinkinder. Warum war das so? Wegen der Kälte? Und warum sahen damals alle Männer mit Hut irgendwie gut aus? Heute ist das anders. Ich kenne nur wenige Männer, die Hüte tragen können. Bei den meisten wirkt es sehr angestrengt und optisch unrund.

 

CCK: Du bist ja auch in Sachen Musik bewandert. Wir haben Dir mal vier mehr oder weniger aktuelle Stadion-Hits rausgesucht. Kannst Du eine kurze Kritik dazu abgeben? (Aber Achtung, natürlich begibst Du Dich dabei auf dünnes Eis.) ;)

 

Holstein Kiel kommt ans Ziel

https://www.youtube.com/watch?v=7X1vhAOMbEQ

 

Arnd Zeigler: Das ist schon mal klasse! Mit ähnlicher Musik in Stadien bin ich aufgewachsen. Über gesangliche Qualität in Fußballsongs kann man streiten. Da sitze ich im Glashaus. Aber da sind ja sogar richtige Bläser dabei. Und der Rhythmus nimmt offenbar die wunderbar stadiontaugliche Musikrichtung Ska schon etwas vorweg.

 

Kieler Störche

https://www.youtube.com/watch?v=xxikKtcCuJM

 

Arnd Zeigler: Nun ja. Das ist halt ein Stadionsong. Der soll keine Preise gewinnen, sondern mitgegröhlt werden. Und das kann man, wenn man möchte. Und man möchte natürlich.

 

Keine andere Stadt

https://www.youtube.com/watch?v=5xSQ5zizFog

 

Arnd Zeigler: Darf man das "Schweinerock" nennen? Das ist so ein Song, den ich mir nicht privat beim Entspannen zuhause anhören würde, aber der im Stadion sicher prima funktioniert.

 

Englische Wochen

https://www.youtube.com/watch?v=rMgiFYV_IOg

 

Arnd Zeigler: Da steckt offenbar sehr viel Herzblut drin. Sowas mag ich immer sehr. Mir gefällt, dass der Song sehr persönlich klingt. Ein Text, der sehr viel mit eurem Verein zu tun hat und nicht nach dem Setzkastenprinzip zusammengewurstelt wird. Geht außerdem schon amtlich ab.

 

Vielen Dank für Deine Zeit und Deine Mühe, wir sehen uns im Metro-Kino.


Arnd Zeigler: Da nich' für, wie man bei uns in Bremen sagt. Freue mich!

 

Wer sich stilvoll auf das Relegationsspiel am Donnerstag einstimmen will: CCK verlost zwei Gästelistenplätze für Arnd Zeigler am 16. Mai (also morgen) im Kieler Metro Kino. Einfach bei Facebook kommentieren oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Einsendeschluss ist der 15. Mai 2018, um 19:12 Uhr. Rechtsweg ist ausgeschlossen.

...oder: Im Haus des Glücks ist der Warteraum das größte Zimmer

 

Wer die Auftritte der KSV als Fan schon auf Dörfern wie Rehden und Meuselwitz verfolgt hat, der weiß, was es heißt, nicht im Mittelpunkt des bundesweiten Interesses zu stehen. Manche gehen sogar so weit, die Anhänger der Störche seien eine Schicksalsgemeinschaft. Vereint in dem Gewissen, dass es eine Saison ohne Aufstiegs- oder Abstiegskampf wohl nie geben wird, dass der Club in den wichtigen Momenten irgendwie doch wieder versagt. Versagen? Doch nicht in dieser Saison! Die Mannschaft spielt begeisternden Fußball und sorgt überall für positive Schlagzeilen. Zumindest sportlich. Es wirkt auch charmant, wenn ein kleiner Verein ohne viel Geld die Fußballlandschaft so richtig durcheinanderwirbelt. Oder, dass das alles ohne große Umstrukturierung auf der Geschäftsstelle immer noch alles funktioniert.

 

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Aber es klappt eben nicht alles. Aber das ist kein neuerliches Phänomen. Schicksalsgemeinschaft bedeutet nämlich nicht nur das Fiebern am Spielfeldrand, Schicksalsgemeinschaft bedeutet auch Galgenhumor beim Versuch, sich als Dauerkarteninhaber seine Relegationskarte zu besorgen. Wer sich am 14.05. auf dem Vorplatz zu den anderen wartenden Dauerkarteninhabern- und Mitgliedern gesellte, der dürfte seinen Enkeln vielleicht noch eher über dieses Erlebnis berichten, als über das am Sonntag vergangene grandiose Spiel gegen Braunschweig. Nicht nur, dass der der Verein eine völlig unzureichende Zahl an Ticketschaltern bereithielt, offensichtlich hatte auch Ticketpartner eventim keinerlei Kapazitäten vorbereitet, hunderte von Anrufen entgegen zu nehmen, welche von jenen Leuten getätigt wurden, die keinen Urlaubstag verwenden konnten oder schlicht nicht in der Nähe der Fördestadt wohnen.

 

Doch diese Anrufer saßen hoffentlich in klimatisierten Räumlichkeiten mit ausreichender Wasserversorgung. Von jenen Zuständen konnten die tapferen Fans am Westring 501 nur träumen. Schon am morgen des Vorverkaufstages fragte sich der Schreiber, wie es einigen älteren Herrschaften unter den KSV-Fans wohl ergehen würde, sollten sie noch Stunden in dieser Hitze ausharren müssen. Glücklicherweise erkannte die Schicksalsgemeinschaft das Bedürfnis der Schwächsten unter ihnen und konnte Geschäftsführer Wolfgang Schwenke eindringlich dazu auffordern, doch für einige Getränke zu sorgen, passenderweise eingefangen von shz und NDR. Dass einige Wartende nach Stunden dann auch noch auf den nächsten Tag vertröstet wurden, passt ins Bild. Aber irgendwie auch verständlich, schließlich hatten die handvoll engagierten Mitarbeiter im Ticketshop keinerlei Verstärkung.

 
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