Kleine Kaufempfehlung für alle Fußballreisenden und diejenigen, die an Reiseberichten abseits von Hotelanlagen auch Interesse empfinden.

 

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Ganz frisch im Handel: "Wo geht's hier zum Stadion" von Benjamin Schaller - 33 Geschichten von Nordkorea bis Südamerika, von Tromsø bis Banjul. Neben Leute wie Edvin Kopic, Jojo und der Professor, Michael Höller und Carlo Farsang durfte auch CCK zwei Kapitel zu dieser kurzweiligen und interessanten Lektüre beitragen. So kommen auch die Kulinarik und die Lost Grounds nicht zu kurz. Da Groundhopping aber absolut keine ein-(oder zwei)-dimensionale Angelegenheit ist, kommen noch viele weitere Hopper zu Wort - jeder mit seiner ganz eigenen Art und seiner ganz eigenen Geschichte.

 

Für 9,99 EUR macht man absolut nichts falsch.

 

Benjamin Schaller

Wo geht's hier zum Stadion

ISBN 978-3-86265-679-0

9,99 EUR

Heute im CCK-Postfach: Das neue Zeitspiel - Magazin für Fußball-Zeitgeschichte. An sich schon ein Grund zur Freude - aber: Nachdem in der vergangenen Ausgabe mit den Derbies dieser Welt das wichtigste vergessen wurde, ist das Duell zwischen dem FC Averlak und SV Blau-Weiß '86 Averlak im aktuellen Heft endlich zu finden. Stark!

 

Zeitspiel022017 Cover

 

Dazu gibt es:


- Revolutionen im Fußball - Wie China den Weltfußball erschüttert und der Unterbau in Europa aufmuckt
- Legend: Kickers Offenbach
- Global Game: Chile
- Mottenkiste: Schlesien mit Ober- und Niederlausitz, Niederschlesien, Bergland sowie Arbeiterfußball in Schlesien
- Gästekurve: Luckenwalde
- Jays Corner: SV Lohhof

und und und....

 

Zeitspiel gibt es nur im Direktvertrieb und nicht im Zeitschriftenhandel. Einzelheftbestellungen und Abo hier http://www.zeitspiel-magazin.de/wir-fuer-euch-abo-und-bezug

Wie man ohne Bundesliga überleben kann

 

Vor ein paar Tagen drückte mir jemand ein Buch mit den Worten „Hier, mach mal bisschen Werbung dafür“ in die Hand. Dieser jemand ist Philipp Markhardt gewesen, der einst von der Westdeutschen Zeitung den Titel „der bekannteste Ultrà Deutschlands“ verliehen bekam, inzwischen aber seit 2014 kein Bundesligastadion mehr betreten hat und einer der Mitgründer des HFC Falke ist.

 

Cover How to survive ohne Fussball

 

Das Buch, welches mir überreicht wurde, heißt „How to survive ohne Fußball“ und gehört zum Glück nicht zu der Kategorie von (Mach)Werken, die zu den großen Turnieren erscheinen und mit meist flachem Humor diejenigen, die den Sport Fußball lieben, eher abschrecken. Nein, zum Glück hat es damit überhaupt nicht zu tun, auch wenn der Leser an einigen Stellen doch lächeln oder sogar herzhaft lachen muss. Trotzdem ist doch Buch deutlich intelligenter und schon der Untertitel „Wie man ohne Bundesliga überleben kann“ lässt erahnen, dass die Intention durchaus eine ernsthafte ist. Kurz gefasst: Wie wird der Fußball kaputt gemacht? Wie macht einen der Fußball kaputt? Und was sind die Auswege? Zur Not auch nur, um die Sommerpause zu überbrücken...

 

Doch: Sucht man überhaupt einen Ausweg? Von daher wird sich zunächst der Frage gewidmet: Wie sie realisieren, dass sie ein ernsthaftes Problem haben. Da die Frage, ob jemand einem das Buch geschenkt hat, mit „ja“ beantwortet werden kann, fällt man voll in die Zielgruppe (was für ein cleverer Schachzug des Autors). Ansonsten gibt es aber auch weitere Indizien dafür, dass man von der „Droge“ Fußball abhängig ist, wobei diesem Suchtmittel auch nicht komplett abgeschworen werden muss. Vielmehr gibt das Buch Alternativen zum „Produkt“ Fußball. Wichtig bei der „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist, dass der Leser auch ein Stück weit Selbstironie besitzt und etwas über den Horizont hinaus blicken kann.

Es kommt vor, dass man sich bereits weit vor der Erscheinung eines Buches auf dieses freut. Noch größer ist diese Freude allerdings, wenn man a) sich mit dem Thema sehr verbunden fühlt und b) sogar noch selber etwas zu dem Werk beitragen konnte. Die Bilderserie vom Marienthal findet sich nach der 11Freunde jetzt auch in gebundender Form vor.

 

So wurde das jüngste Werk von Autor Werner Skrentny (u. a. Herausgeber von 'Das große Buch der Deutschen Fußball-Stadien') heiß herbei gesehnt.

 

Cover

 

Als Fußballreisender entwickelt man häufig eine gewisse Liebe zu besonderen Stadien. Hierbei müssen es allerdings keine sterilen Hochglanz-Arenen sein, die das Herz höher schlagen lassen. Vielmehr reizen besonders solche Stadien, die auf eine lange und glorreiche Geschichte zurückblicken können. Dabei ist es egal, ob die Stufen schon moosbewachsen und alles andere als gerade sind. Abgeblätterte Werbebanden längst nicht mehr existenter Produkte, rostige Wellenbrecher, Flutlichtmasten, die nicht mehr vollzählig bestückt sind und heruntergekommene Kassenhäuschen – all das zieht magisch an.

 

Doch im Zuge der ewigen Modernisierung im Sinne von Lizenzauflagen und Prestige oder Insolvenzen und Fusionen verschwinden zunehmend diese kleinen und große Schätze des Fußballsports.Von der Existenz mancher historischer Stätte zeugen nur noch Bilder. Wenige sind noch als Ruinen oder Spuren zu erkennen. Einige Stadien haben allerdings das Glück bis heute als „Lost Place“ aber in Gänze zu überdauern.

 

Werner Skrentny hat sich in seinem Buch genau solchen Stätten gewidmet. Auf 176 gebundenen Seiten finden sich viele bekannte aber auch weniger bis unbekannte Grounds, deren Zeit lange abgelaufen ist. Vom alten Bökelberg in Mönchengladbach, über das renaturierte Marienthal bis hin zur überwucherten und kaum noch zu erkennenden Spielstätte des 1939 aufgelösten jüdischen Sportklubs Bar Kochba in Leipzig.

 

Marienthal

 

Im Anhang geht der Autor zusätzlich auf noch existente und verschwundene Holztribünen ein und – Ehre, wem Ehre gebührt, listet damit auch schleswig-holsteinische Perlen wie Nobiskrug oder Kilia-Platz auf. Der Mythos um den vermeintlichen Status Letzterer als älteste noch existierende Holztribüne wird dabei allerdings widerlegt.

 

'Es war einmal ein Stadion' ist für jeden Fußball-Romantiker und Stadion-Fetischisten eine 100%ige Empfehlung. Aber auch Fans von Lost-Places kommen hier auf ihre Kosten.

 

CCK hat sich bereits beim ersten Durchblättern verliebt.

 

Werner Skrentny (Hrsg.)

Es war einmal ein Stadion – Verschwundene Kultstätten des Fußballs

ISBN 978-3-7307-0192-8

Gleich zweimal befand sich diese Woche feinster (Lese-)Stoff aus Hamburg im CCK-Postfach. Einmal aus dem Volkspark und einmal vom Stadtteilverein mit der besonderen Atmosphäre.

 

All to nah - Ausgabe 23

 

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Die Rede ist natürlich von Altona 93, genauer gesagt von dem hervorragenden Fanzine „All to nah". Das rote Heft ist inzwischen bei der Illuminaten-Ausgabe und so ist das Cover auch vom Film „23 – Nichts ist so wie es scheint" inspiriert. Die restlichen 55 Seiten sind gefüllt mit Geschichten aus der AFC-Welt (unter anderem ein Interview mit dem auch außerhalb der Adolf-Jäger-Kampfbahn bekannten Stadionsprecher „Pyro" Peter), außerdem wird sich auch ein wenig tiefer mit der Materie „Fanzine" beschäftigt. Das schlechte Gewissen plagt den Schreiber ein wenig bei der Kategorie „Mein liebster Fanartikel", da er es mal wieder nicht hinbekommen hat, selbst einen kleinen Beitrag zur aktuellen Ausgabe beizusteuern. Zum Glück haben aber genug andere Fußball-afine Menschen in die Tasten gehauen, um die Leser mit kurzweiligen Geschichten über Lieblingstrikots, hölzerne Sitzschalen und Wuppies (wieder ein Wort gelernt) zu unterhalten. Zwei wunderschöne Sammelbilder sind natürlich auch wieder enthalten – von daher gerne mal zugreifen, wenn man demnächst mal in Hamburg ist (oder Herausgeber Jan via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren).

 

Dröhnbütel - Ausgabe 33

 

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Ein bisschen Sorgen hatte man sich ja schon um den „Dröhnbütel" gemacht. Schließlich gab es in der letzten Ausgabe (der ersten nach der Ausgliederung der HSV Fußball AG) eine etwas schwammige Zukunftsprognose für eines der bekanntesten Hopping-Fanzines. Naja, halbes Jahr später flattert nun zum Glück die Ausgabe 33 in die Briefkästen. Und die Auswahl der besuchten Stadien hebt sich dabei (mal wieder) von vielen durchschnittlichen Publikationen zum Thema Groundhopping ab. Verdanken ist dies im besonderen Jojo Liebnau, der ein weiteres Mal zum Lieblingsautor der CCK avanciert. Mongolei, Hong-Kong, Neuseeland, plus die Cook Islands (da muss man auch erstmal fünf Grounds finden) sind sicher nicht die Standard-Kreuze in den Informern und von daher interessanter als der 20ste Bericht vom Belgrader Derby. Insgesamt bringt es der „Bütel" diesmal auf 18 Länder, wobei gerade die Exoten, wie Belize, Iran und Ägypten das gelungene Heft abrunden. Dass diesmal komplett auf Berichte der Spiele des Hamburger SVs verzichtet wird, wirkt sich auf den neutralen Leser eher nicht negativ aus.

 

Zu beziehen ist Ausgabe 33 über den NOFB-Shop.

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