6. Oktober 2019, Endstand: 1:2

 

Sonntag, Sonne, Heimspiel. Besonders nach dem erfolgreichen Spiel in Fürth gab es genügend Gründe, ins Stadion zu gehen. Dass es nicht so wie gegen Hannover ausverkauft sein würde, war im Vorfeld zwar schon klar, ein paar mehr Zuschauer hätten es dennoch sein können.

 

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Besonders vor Anpfiff hätte die Stimmung etwas weniger verhalten sein können. Schließlich ging es an diesem Tag um wichtige Punkte, die Holstein angesichts des bescheidenen Saisonstarts gut gebrauchen kann. Der Tenor vor dem Spiel war dennoch recht positiv. Viele trauten Interimstrainer Ole Werner zu, die Mannschaft inzwischen gut eingestellt zu haben. Auch hörte man von einer deutlich verbesserten innerhalb des Teams.

 

Bereits nach 20 Sekunden gab es allerdings die erste Ecke für die Gäste aus Nordbayern. Trotzdem kamen die Störche gut ins Spiel. Agierten deutlich mit dem Selbstbewusstsein, dass sie sich am vergangenen Sonntag geholt haben. Zur Freude aller wurde der Auftritt in der 16. Minute auch belohnt. Baku traf nach einem konsequenten Angriff zur Führung.

 

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Es folgten noch zwei weitere aussichtsreiche Chancen. Doch der SSV machte ebenfalls ein mutiges und offensives Spiel. So kassierten die Störche in der 30. Minute sehr zum Unmut des Kieler Publikums den Ausgleich. Auch der Stimmung schien das einen Dämpfer zu geben. Insgesamt herrschte auf den Rängen unzufriedene Gemurmel und auch auf dem Platz verflachte die Partie zunehmend. Besonders die Offensivbemühungen der Gastgeber waren deutlich weniger von Erfolg gekrönt. Und so kamen keine echten Abschlüsse mehr zustande.

 

Sportpark Ronhof Thomas Sommer, 29. September 2019, Endstand: 0:3

 

Auswärts in Fürth. Das waren für die KSV bisher eher keine Vergnügungsreisen. In der letzten Saison war ein 1:4 einer der Tiefpunkte der Spielzeit. Das, plus die unsichere Situation nach dem Trainerwechsel, wirkte sich augenscheinlich negativ auf die Reiselust des Kieler Fußballvolks aus. Man selbst entschied sich, die zweimal 700 Kilometer in einer Tagestour abzureißen. Um genug Zeitpuffer zu haben, ging es um 3 Uhr auf die Piste. Immerhin ging es ohne Staus oder größere Baustellen durch den Osten Richtung Franken. Relativ früh wurde die Destination trotz eines Kultur-Umwegs über Bayreuth erreicht. Immerhin grüßte der Ronhof mit einem sonnigen Herbsttag und Temperaturen um die 22 Grad. Immerhin schon einmal was.

 

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Auf Kieler Seite nahm Ole Werner zwei Wechsel vor und brachte Atanga und Serra für Özcan und Iyoha. Ansonsten nahmen die Störche den Schwung aus den letzten 30 Minuten des Hannover-Spiels mit und legten sehr offensiv los. Kaum zwei Minuten gespielt, schon tauchte Baku gefährlich vor dem Kasten von Sascha Burchert auf. Auch in der Folge konnte sich Fürth kaum aus der Umklammerung der KSV lösen, Chancen durch Lee, Iyoha und Wahl blieben zunächst aber ungenutzt. Nach 27 Minuten schickte Hauke Wahl dann Serra mit einem langen Ball. Aus spitzem Winkel konnte der zuletzt etwas glücklose Stürmer dann zu Führung einschieben.

 

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Fürth blieb weiter ungefährlich – das einzige, was einem als Gästefan Sorgen machen konnte, war, dass Holstein zur Pause nicht höher führte. Aber insgesamt machte Holstein endlich mal wieder Spaß. Und: Quasi mit der ersten Offensivaktion nach dem Seitenwechsel fiel bereits das beruhigende 2:0. Serra mit dem Pass auf Atanga, Atanga auf Baku der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie brachte. Nach einer Stunde war es wieder Baku, der mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung sorgte. Mühling hatte nach einem Ballverlust der Hausherren schnell geschaltet und den Ball in die Mitte gebracht, wo der U21-Nationalspieler nur noch am herausgelaufenen Torhüter vorbei legen musste.

 

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20. September 2019, Endstand 1:2

 

Es war viel los bei Holstein in der vergangenen Woche. Nach dem desaströsen Auftritt in Heidenheim und nur fünf Punkten aus sechs Spielen zog die KSV die Reißleine und entließ Trainer Schubert. Auf ihn folgte U23-Coach Ole Werner. Und das, so wurde verkündet, möglicherweise nicht nur interimshalber.

 

Der allgemeine Tenor war, dass man die Entscheidung begrüßte. Insbesondere vor dem durchaus als schwer eingestuften Spiel gegen Absteiger Hannover 96 war die Spannung also groß.

 

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Vor ausverkauftem Haus einer stimmungsvollen Kulisse und unter Flutlicht sollten endlich wieder Punkte her. Die größte Veränderung in der Startaufstellung fand im Tor statt. Ioannis Gelios stand für Dominik Reimann zwischen den Pfosten.

 

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Gästeblock und Heimpublikum machten gleichermaßen Lautstärke, so dass vor Anpfiff alles nach einem tollen Fußballabend aussah. Dabei halfen auch die neu eingeführten und durchaus schmackhaften Fischfrikadellen, die bei CCK gleich dem Test unterzogen wurden. Der Trainerwechsel fand besonders auf der Westtribüne Anklang, wo die regionale Herkunft des Trainers positiv hervorgehoben wurde. Vor den Augen einiger prominenter Besucher aus dem Hannoverschen Umfeld begann die Partie aus Kieler Sicht zunächst vielversprechend.

 

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Doch nach und nach verflachte das Kieler Spiel und die Chancen blieben aus. Das rächte sich kurz vor Ende der ersten Hälfte. Ausgerechnet Marvin Ducksch. Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Gelios und Kieler Defensive kommt Ducksch an den Ball und versenkt diesen mit dem Kopf. Ein herber Dämpfer.

 

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Während des Spiels sorgte der Gästeblock immer wieder mit pyrotechnischer Untermalung. Auch Hälfte zwei begann gar nicht so schlecht seitens der KSV. Trotzdem mussten die Störche in der 52. Minuten den zweiten Treffer einstecken. Sehr ernüchternd für die Kieler Anhängerschaft. Trotzdem steckten die Störche nicht auf. Zehn Minuten später wurde das Engagement belohnt. Atanga flankte auf Lee und der traf zum Anschlusstreffer. Sofort war auch das Kieler Publikum wieder einige Dezibel lauter und feuerte seine Mannschaft an. Doch am Ende leider vergebens. Obwohl das Spiel deutlich an Qualität zugenommen hatte und Holstein sich einige Chancen mehr erarbeiten konnte, reichte es am Ende nicht für den Ausgleich. Angesichts der Kulisse wirklich schade. Es hätte ein so toller Abend werden können. So langsam macht einem der Blick auf die Tabelle auch ernsthafte Sorgen.

 

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Trotzdem noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Saison ist noch lang und wir drücken Ole alle die Daumen, dass er das berühmt berüchtigte Ruder herumreissen kann.

 

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15. September 2019, Endstand: 4:2

 

Fast auf den Tag genau 175 Jahre nach der Eröffnung der Bahnlinie zwischen Kiel und Altona (der ersten Eisenbahnstrecke im Dänischen Königreich) durften die Anhänger des AFC an der Kieler Förde gastieren. Solche Spiele bringen natürlich mehr Spaß als die üblichen Kicks in der Regionalliga, da es klar war, dass einige nette (linksbekiffte Gut-)Menschen im Gästeblock auftauchen würden - für CCK im speziellen auch einige bekannte Gesichter. So gab es trotz der offiziellen Fantrennung ein herzliches Wiedersehen beim Pre-Match-Bier.

 

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Insgesamt fanden 330 Leute (davon rund 100 Gäste) den Weg zu einem Spiel, das beste Sonntagsnachmittags-Unterhaltung bot. Und daran hatten sowohl die gut in die Saison gestarteten Jungstörche, als auch die Aufsteiger von der Griegstraße ihren Anteil. Allerdings ließ sich der AFC in der Abwehr zunächst zu leicht ausspielen. Felix Niebergall bediente den auf rechts durchstarteten Laurynas Kulikas, der den Gäste-Keeper sehenswert überlupfen konnte (11.). Nach einer kurzen besseren Phase der Gäste übernahmen die Jungstörche immer mehr die Regie. Beim 2:0 glänzte Kulikas als Vorbereiter, Tom Baller konnte rechts unten einschieben (29.).

 

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Die Pausenführung der U23 schien die Kräfteverhältnisse klar widerzuspiegeln – allerdings kam das Team von Berkan Algan deutlich besser aus der Kabine. Ein Pfostenschuss von Maximilian Dagott war noch die Vorwarnung, dann gelang per Doppelschlag - 2:1 Schultz (67.), 2:2 Sejdija (69.) - der in dieser Phase völlig verdiente Ausgleich. Altona hätte in dieser Situation sogar in Führung gehen können, Keeper Finn Kornath agierte aber sicher. Auf der Gegenseite war es wieder Kulikas, der nach einer Flanke von Marcus Coffie per Kopf zum 3:2 verwandeln konnte (75.). Altona drückte nochmals auf den Ausgleich, allerdings ohne das nötige Glück im Abschluss. Für die endgültige Entscheidung in der Nachspielzeit sorgte Tim Siedschlag per Foulelfmeter zum 4:2.

 

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Am Ende drei weitere Punkte für die U23, in einem Spiel, das von beiden Teams mit Leidenschaft geführt wurde. Auch wegen des Gästeanhangs hat der Nachmittag viel Spaß gebracht.

 

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1. September 2019, Endstand: 1:1

 

Der FC Erzgebirge Aue konnte die letzten sechs Gastspiele im Holstein-Stadion nicht gewinnen. Eigentlich gute Vorzeichen für die KSV, sich von der ärgerlichen Niederlage am Millerntor zu erholen. Andererseits saß bei Aue zum ersten Mal Dirk Schuster auf der Bank – der Neu-Trainer-Effekt sprach als wiederum gegen Holstein. Gemischte Vorzeichen irgendwie, die 9465 Zuschauer anlockten. Der Ergebnistipp lautete relativ häufig: Naja, irgendwie 1:1, oder so.

 

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Vorweg: Im Moment ist es etwas schwer, Spiele richtig einzuordnen. Aufgrund der guten letzten Jahre und den mehrfach gelungenen personellen Umbrüchen, macht sich wohl bei jedem im Kopf etwas Katerstimmung breit. Zudem war im Kader in den letzten Wochen sehr viel Bewegung. Fast schon selbstverständlich, dass einiges da noch nicht passt. Die Ausfälle des rot-gesperrten Meffert und des verletzten Sander standen bereits vorher fest, zu allem Überfluss musste aus noch Alexander Mühling nach einer halben Stunde verletzt vom Feld. Fast kein Wunder, dass das Mittelfeld danach nicht so sehr vorhanden war.

 

Doch zurück zum Anpfiff. Bei Holstein gab Daniel Hanslik, bei dem derzeit über eine Leihe diskutiert wird, sein Startelf-Debüt. Die Möglichkeit zur Krönung blieb von Hanslik nach zehn Minuten aber ungenutzt, sein Schuss ging knapp über das Auer Tor. Ein weiterer Alu-Treffer der Störche folgte (die KSV führt hier die Zweitliga-Statistik an), danach war dann erstmal das Feuer aus. Zur Mitte der ersten Hälfte wurden die Gäste aus dem Erzgebirge dann nicht nur dominanter, sondern erspielten sich zudem auch ein Übergewicht an Chancen. Die wenigen guten Möglichkeiten blieben bis zur Halbzeit aber ungenutzt – auf beiden Seiten.

 

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