PokerStars.de - Stadion an der Lohmühle, 11. März 2011, Endstand 1:0

 

Morgens beim Rasieren geschnitten, dann beim Frühstücken das Ei auf Hemd gekleckert – es gibt so Tage, die 30 Minuten nach dem Aufstehen schon gebraucht sind. Eigentlich hätte man auch wieder ins Bett gehen können, doch irgendwie zieht es einen dann ja dummerweise doch zum Fußball, obwohl die Vorzeichen für das 120. Aufeinandertreffen zwischen Holstein und der Marzipanstadt aus persönlicher Sicht eher schlecht waren. Aber man ist ja auch nicht alleine im Stadion - und vielleicht hatten rund 500 Holsteinfans (von den 3888 Zuschauern gesamt) ja auch einen besseren Start in den Tag gehabt.

 

kieleranhang

 

 

Holstein begann auf dem Feld zunächst auch mal gar nicht so grottig, man begann Hoffnung zu schöpfen, dass es vielleicht doch was werden könnte. Die Abwehrreihe stand einigermaßen sicher, man hatte mehr Spielanteile – Chancen hingegen fast keine.

 

Klar war der Boden etwas holprig, aber dann muss man es halt mit Kampf probieren, zumindest in einem Derby. So wurde sukzessive der Gastgeber aufgebaut und kam plötzlich zu guten Chancen. Der Halbzeitstand von 0:0 war dann der Klasse von Morten Jensen zu verdanken.

 

sykora

 

Mit Wiederanpfiff konnte man den Kielern zumindest ernsthaft abnehmen, dass sie gewillt waren, doch noch den Ball im Tor unterzubringen. Doch weder fand eine wunderbare Flanke von Sachs einen Abnehmer, noch fand Toksöz die Lücke und auch Fiete Sykora kämpfte sich letztendlich umsonst durch die Lübecker Abwehr. Denn ausgerechnet in die beste Phase platzte dann die Lübecker Führung: Berzel unglücklich, Jensen machtlos und schon hatte Kadah aus kurzer Distanz eingeschoben (65. Minute).

 

weia

 

Und irgendwie war es klar, dass Lübeck danach alles tat, um die guten Leistungen aus den letzten Spielen mit einem Derbysieg zu krönen. Fünf Minuten vor Schluss dann aber erst noch einmal die große aufkeimende Hoffnung für alle Holsteinfans - der Schiedsrichter zeigte tatsächlich auf den Punkt nachdem Heider Bekanntschaft mit einem gegnerischen Bein gemacht hatte.

 

elfer

 

Mitfiebern, hoffen, zittern...und dann doch enttäuscht sein. Denn der Ball zappelte mitnichten im Netz. Danach passierte nicht mehr viel – das schlechte Gefühl hatte sich bestätigt.

 

Fazit: Nach den knappen Siegen gegen Wilhelmshaven und Havelse war es eigentlich klar, dass auch mal ein Punktverlust folgen würde, aber warum verdammt musste es ausgerechnet im Derby sein? Schockt echt so gar nicht und tut mehr weh, als in jedem anderen Spiel. Das darf es auch und das muss es wohl auch. Aber spätestens ab Dienstag heißt es wieder nach vorne zu blicken. Schließlich ist Halle auch keine Übermannschaft und der Retortenverein muss noch zu uns. Und als Jäger lebt es sich auch nicht so schlecht.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

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