Mit unserem Touri-Führer N., dem von ihm als "skillful driver" angekündigten I., einem Pärchen aus Frankreich und zwei Litauern ging es gegen 09:00 vom Treffpunkt am Maidan aus gen Norden, Richtung belarussischer Grenze. Tagesziel: Kernkraftwerk Tschernobyl und die Stadt Prypjat. Die knapp 2-stündige Hinfahrt wurde mit einer englischsprachigen Doku über das Reaktorunglück von 1986 kurzweilig überbrückt bis der Checkpoint der 30km-Sperrzone erreicht wurde. Namensliste gecheckt, kurze Passkontrolle durch einen Uniformierten und dann öffnete sich der Schlagbaum.

Erster Stop war die Stadt Tschernobyl, die auch heute noch von Arbeitern, Wissenschaftlern und Sicherheitskräften des Kraftwerks bewohnt wird.

 

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Es folgt eine kleine Stadtrundfahrt durch einen (größtenteils) verlassenen Ortsteil Tschernobyls, vorbei an im Fluss Prypjat versenkten Schiffen ...

 

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... und einer kleinen Ausstellung von Maschinen, die beim Aufräumen nach der Katastrophe eingesetzt wurden.

 

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Nach einer weiteren Kontrolle (und somit in der 10km-Sperrzone angekommen) konnte das erste Mal das Kraftwerk erspäht werden. Bei einem kurzen Halt hatten wir dann die Gelegenheit einen ehemaligen Kindergarten zu begutachten.

 

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Zum Erstaunen aller Mitreisenden fuhren wir dann bis an den in die Luft geflogenen Block 4 und den in Bau befindlichen, neuen Sarkophag ran. War es auf der Anfahrt immer menschenleerer geworden, wuselten hier doch recht viele Arbeiter umher. N. erzählte, dass noch ca. 3000 Menschen am und im Kraftwerk arbeiten.

 

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Danach ging es nach Prypjat, einer 1970 gegründete Planstadt. Sie wurde größtenteils von Kraftwerksmitarbeitern und deren Familien bewohnt. Die knapp 50.000 Einwohner wurden erst 1 ½ Tage nach dem Reaktorunglück evakuiert und mussten dabei ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen.

 

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Am zentralen Platz von I. abgesetzt führte N. uns per pedes durch die Geisterstadt, in der sich die Natur Stück für Stück alles zurückholt, was mal zubetoniert wurde.

 

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Davon ist natürlich auch das örtliche Stadion betroffen, zu dem N. die Gruppe nach einer Bitte des Schreibers lotste. Wo früher gegen das runde Leder getreten wurde steht heute ein kleiner Wald, die Betonlaufbahn ist zugewuchert.

 

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Als kleine I-Tüpfelchen ging es dann noch in die städtische Sport- und Schwimmhalle ...

 

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... und in die Mittelschule.

 

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Auf dem Rückweg musste dann jeder Mitreisende durch eine Strahlenkontrollstation. Verstrahlt war, wenn den guten Maschinen "made in USSR" geglaubt werden darf, überraschenderweise niemand.

 

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Bevor es zurück nach Kiew ging, gab es in einem Hotel der Stadt Tschernobyl dann noch eine leckere, "typisch sowjetische" Stärkung. Birnenwässerchen, Wurstplatte, Suppe und Schnitzel mit Kartoffelpü und Mais.

 

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