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IMTECH-Arena/Volksparkstadion, 17. Dezember 2011, Endstand 1:1
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Während man vor einigen Wochen der Winterpause noch etwas Gutes abgewinnen konnte ("endlich mal wieder Couchwochenende"), begann eigentlich direkt nach dem nach dem letzten Ligaspiel der KSV ein panikartiger Zustand. Grund hierfür war, dass das für den nächsten Tag angeplante Spiel HEBS vs. Norderstedt (eine Nachholpartie im ODDSET-Pokal) zum zweiten Mal wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt wurde. Zusammen mit der Generalabsage des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands wurden die Möglichkeiten zur spontanen Wochenendgestaltung auf ein Minimum limitiert. Und dieses Minimum hieß Bundesliga, Hamburger SV vs. FC Augsburg, was für einen Teil der Autobesatzung und Inhaber mehrer Länderpunkte tatsächlich ein neues Kreuz im Informer bedeutete. Und es war ja zudem der Antrittsbesuch der Augsburger, weshalb wir auf einen nicht ganz leeren Gästeblock hofften.
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In unter einer Stunde hatte man dann den Parkplatz "Braun" erreicht, zwanzig Minuten später steht man dann vor dem, was die meisten heute immer noch Volksparkstadion nennen, laut Beschilderung aber auf den Namen "Imtech-Arena" hört. Dessen Geschichte begann mit dem Vorläufer "Bahrenfelder Stadion", welches auch als "Altonaer Stadion" bekannt war.
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Eröffnet wurde es am 13. September 1925 mit einem Vergleich zwischen einer Altonaer Arbeiterauswahl und dem damaligen Arbeitersport-Bundesmeister VfL Stötteritz - die bürgerlichen Sportler zogen eine Woche später nach, mit dem Städtevergleich zwischen dem damals noch preußischen Altona und dem angrenzenden Hamburg, was gleichmal 30.000 Zuschauer und "ausverkauft" bedeutete. Beim nächsten Highlight war erstmals der Hamburger SV beteiligt - damals noch als Gast bezwang man im Finale um die Deutsche Meisterschaft die Hertha aus Berlin mit 5:2 vor dank Zusatztribünen 40.000 Zuschauern. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte erst eine provisorische Erweiterung und von 1952-53 der Ausbau zum Großstadion, wobei als Baumaterial Kriegsschutt diente. Offiziell besaß das Volksparkstadion eine Kapazität von 76.000 Zuschauern, zum WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen pilgerten aber 80.000 Zuschauer in die Schüssel, was den bis heute gültigen Zuschauerrekord bedeutete. 1961 weihte der damalige Heimverein Altona 93 die neue Flutlichtanlage in einem Spiel gegen Gremio Porto Alegre ein, erst zwei Jahre später zog der HSV endgültig vom Rothenbaum um, nachdem man vorher nur für Endrundenspiele umgezogen war. Nächste Modernisierung des Stadions erfolgte zur WM 1974, bei der mehr Sitzplätze überdacht wurden und die elektronische Anzeigetafel über der Ostkurve installiert wurde. In diesem Zustand mit einer Kapazität von 61.418 Zuschauern blieb das Stadion bis zum Abriss 1998, damals häufig als Stimmungskiller verschmäht, besitzt die "alte Schüssel" bei vielen (älteren) HSV-Fans immer noch Kultstatus.
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Vielleicht auch, weil mit dem Neubau zur modernen Arena der traditionelle Name zumindest offiziell verschwand und gefühlt alle zwei Jahre ein neuer Namenssponsor auf das Dach gebastelt wurde (oder zur WM 2006 auch mal abgebaut wurde). Zudem mussten die HSV-Fans durch die Drehung des Spielfeldes auch noch in einem zweiten Sinne ihre traditionelle Heimat verlassen: Von der berüchtigten Westkurve (wo man bis zum Schluss für 5 DM (!) stehen konnte) zog man um in die Nord"kurve" (wobei die Ultràs "Chosen Few" inzwischen in die Nordwestkurve des Oberrangs, Block 22c umgezogen sind). Immerhin besitzen die Hamburger mit der Arena ein Elitestadion mit 57.000 Plätzen und allem modernen Schnickschnack, in dem unter anderem 2010 das Finale der Europa League stattfand. Die Partie am heutigen Tag würde dieses Niveau nicht ganz erreichen, das war uns vorher klar - schließlich handelte es sich um das Duell zwischen dem Tabellendreizehnten Hamburger SV, der nach katastrophalen Saisonstart immerhin Kontakt zum Mittelfeld hergestellt hat, un dem FC Augsburg, der Aufsteiger zwar immerhin sensationell am vergangenen Spieltag Borussia Mönchengladbach schlagen konnte, ansonsten aber immer noch auf einem Abstiegsplatz verharrt. So wollten wir auch nicht zu viel in Tickets investieren, weshalb wir uns für Gästesteher entschieden, was uns bei der eher nicht ausgeprägten Sympathie für den Heimverein auch nicht so schwer fiel. Allerdings verwehrte uns die Frau im Kassenhäuschen zunächst den Erwerb von Gästetickets, vielleicht hätte ich sie mit "Servus" oder "Grüß Gott" begrüßen sollen. Naja, nach kurzer Diskussion gab es auch ohne Vorlegen des Ausweises Karten für den Augsburg-Block. Danach sollte erstmal das ausgefallene Frühstück nachgeholt werden - Fischbrötchen sollte es sein, aber weder Bismarck noch Brathering wollten so recht schmecken. Preislich war das Ganze eigentlich okay (beides 3,50 €) und auch das Brötchen war knusprig, nur fehlte jeglicher Geschmack, denn bei beiden Varianten schmeckte man eigentlich nur die Zwiebeln.
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Für eine Hafenstadt ein enttäuschendes Resultat :( Deutlich besser schnitt übrigens das in der Pause konsumierte Schnitzelbrötchen ab, da das panierte Stück Schwein tatsächlich frisch gebraten war (wenn ich mich recht erinnere, war das auch schon mal anders). Etwas fettig, aber das nimmt man für Frische gern ein Kauf, zudem auch das das Schnitzel umhüllende Brötchen ziemlich lecker war und das Heinz-Ketchup gut aufnehmen konnte. Nach dem Fischbrötchendesaster ging es dann in den Away-Block, als Hopper natürlich brav am oberen Ende platziert. Trotzdem bekamen wir rote Fähnchen in die Hand gedrückt, womit wir 20 Minuten später zum Teil der Wink-Element-Choreo wurden. Unterstützt wurde diese in den vorderen Reihen von ein wenig Rauch und Feuer, was in der Halbzeitpause leider entsprechende Konsequenzen hatte.
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Trotzdem schön anzusehen und auch einigermaßen mutig, bei so einer kleinen Menge Ultràs trotzdem zu zünden. Ansonsten fiel durchaus auf, dass beim FCA das Verhältnis der verschiedenen Gruppen (Ultrà s, Kutten, Normalos,...) recht familiär zu sein schent. Bis auf auf das obligatorische "Fahnen runter" in Richtung der ersten Reihen war es eher ein Miteinander im Block. Bei Hamburg gab es zu Beginn nicht besonderes zu sehen, dafür ließ es die CFHH zu Beginn der zweiten Hälfte weihnachtlich werden - ganzer Block voller Wunderkerzen und dazu ein Banner "Hamburg bei Nacht". Einfach, aber effektvoll. Ansonsten war Stimmung eher mittelprächtig und die Arena mit knapp über 48.000 Zuschauern auch nicht wirklich voll.
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Zum Spiel: Da begannen die Hamburger zunächst druckvoll, allerdings sprnagen zunächst nur zwei wirklich gute Torchancen heraus, die dann noch von Ersatz-Keeper Amsif zunichte gemacht wurden. Mitte der ersten Hälfte wurden der FCA dann stärker, scheiterte dann aber spätestens an Drobny im HSV-Tor. Kurz vor der Pause dann noch einmal Power-Play der Hamburger, das allerdings nicht zählbares einbrachte. Doch setzte der HSV nach der Pause sein Spiel weiter fort: Guerrero kurz nach Wiederanpfiff mit zwei dicken Chancen, sowie ein schöner Kopfball von Petric kurz neben den Pfosten. Das erste Tor fiel dann etwas überraschend für Augsburg, Oehrl in der 62. Minute mit schönem Drehschuss.
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Die 1:0-Führung hatte allerdings nicht wirklich lange Bestand, kurz nachdem der Jubel im Auswärtsblock verebbt war, konnte Guerrero nach einem Freistoß von Aogo, den Ball wohl mit dem Kinn oder dem Hals über die Linie drücken. In den letzten zwanzig Minuten versuchte der HSV noch einen Treffer nachzulegen, vergab aber alle Chancen auf den Siegtreffer und musste am Ende sogar aufpassen, nicht ausgekontert zu werden. Der Gästeanhang war mit dem Unentschieden am Ende deutlich zufriedener als die hanseatischen Fans, die sich größtenteils auf den Beginn der Winterpause freuten und auf Besserung in 2012 hoffen. |