Raisdorfer Turn- und Sportverein von 1922 vs. Preetzer Turn- und Sportverein von 1861 II
Gerd-Scheerenberger-Platz, 1. Mai 2012, Endstand 1:1

Zwei Tage mit bestem Wetter und zweimal die Chance ein Spitzenspiel auf Kreisebene im Kieler Umland mitzunehmen. Keine Frage, dass beide Möglichkeiten genutzt werden sollten (was hat man auch besseres zu tun? ;) ), weshalb man sich einen Tag in Richtung Schwentine aufmachte und den zweiten Tag an die Eider, um der Vorentscheidung um die Meisterschaft beizuwohnen.

 

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Los ging es aber am „Tag der Arbeit“ zunächst einmal mit der Partie Zweiter gegen Vierter in der Kreisliga Plön, oder anders gesprochen Raisdorfer TSV, der in diesem Jahr sein 90jähriges Bestehen feiert, gegen Preetzer TSV II. Die Heimspielstätte der Raisdorfer ist geradezu idyllisch am Rosensee, einem Teil der Schwentine, gelegen. Den kleinen Stausee kann man von der Oberseite der fünf Stufen erblicken, die auf der einen Seite des Platzes den rund 150 Zuschauern auch eine hervorragende Sicht aufs Spielfeld bieten und dem ganzen ein gewisses Stadionflair geben. In der Mitte der Tribüne befindet sich noch ein zweistöckiges Multifunktionsgebäude, das anscheinend sowohl als Sprecherturm, als auch als (VIP?-)Tribüne dient. Zudem ist die durchaus empfehlenswerte Stadiongastro hier untergebracht.

 

Bei der Frage nach der Verpflegung hat man die Auswahl zwischen der Snackbar (hier werden einem belegte Brötchen, Naschitüten und Getränke serviert) oder dem Wurstpalast, der nicht nur Wurst, sondern gleich ein Dreierlei an Gegrilltem zu bieten hat: Die klassische Stadionwurst (wobei man hier noch die Wahl zwischen Schinkenwurst oder Thüringer hat), die Frikadelle und, was uns natürlich besonders erfreut, Nackensteak im Brötchen. Das wird zwar nicht auf dem Grill kredenzt, ist aber zart und saftig und mit 2,50€ auch nicht wirklich teuer.

 

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Im knusprigen Brötchen ist es für ein ideales zweites Frühstück, wobei wir noch weitere 0,50€ investieren und uns auch noch ein belegtes Brötchen gönnen.

 

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Da fühlt man sich als Gast äußerst wohl, auf dem Feld macht der RTSV allerdings gleich von Beginn an deutlich, dass man dort zumindest keine Geschenke verteilen will. Und der Offensivdrang wird bereits nach sieben Minuten belohnt, Marvin Schäfer mit einem sehenswerten Volleytor zum 1:0. Dies lässt einige der Anwesenden von einem zweistelligen Sieg träumen, schließlich hatte Raisdorf acht Tage zuvor den SC Kaköhl mit sage und schreibe 13:3 abgeschossen Allerdings sind die auch Tabellenletzter mit einer Tordifferenz von -100 und je länger das Spiel dauert, desto deutlicher wird, dass die Zweitvertretung vom Preetzer TSV locker mithalten kann. Die Chance zum Ausgleich vom Punkt wird allerdings zunächst vergeben und Raisdorf kann die Führung in die Pause retten.

 

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Nach dem Seitenwechsel dann weiter ein offenes Spiel in dem Nico Soehrmann in der 60. Minute dann doch zum verdienten Ausgleich einnetzen kann. Danach hätte die Entscheidung zugunsten beider Teams fallen können, wobei der Spannungshöhepunkt in der 90. Minute erreicht ist, als der Schiedsrichter abermals auf den Punkt deutet, diesmal für die Gastgeber.

 

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Zum Entsetzen der meisten Zuschauer zappelt der Ball circa eine Minute später dann aber nicht im Netz, sondern wird befindet sich sicher in den Armen des Preetzer Schlussmanns. Vielleicht etwas unglücklich, aber alles in allem doch ein gerechtes Ergebnis. Fazit für uns: Spannendes und teilweise technisch ansprechendes Kreisligaspiel bei bestem Wetter auf einem der schöneren Grounds in der Kieler Umgebung und das bei bester Verpflegung.

 

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Spielvereinigung Eidertal Molfsee von 1957 vs. Sportverein Ellerbek-Kiel von 1922

Sportanlagen am Bärenkrug, 2. Mai 2012, Endstand 2:0

 

Einen Tag später ging es an die Vervollständigung des Fußballkreises Kiel, mit dem Spitzenspiel zwischen Eidertal und Ellerbek, wobei der Heimverein an diese Abend den Aufstieg klarmachen konnte.

 

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Gegner Ellerbek hingegen braucht sich über den Aufstieg keine Gedanken mehr machen, gehen die Kicker vom Ostufer doch in der kommenden Saison in der Spielgemeinschaft mit dem SC Comet auf und starten damit automatisch in der Verbandsliga. Trotzdem ist die Begegnung mehr als ein Prestigeduell für beide Teams, was mehr als 200 Zuschauer ins Eidertal, wo einst Fin Bartels das Kicken lernte, lockt. Eine anscheinend unerwartet hohe Zahl, zwar hat man eventtechnisch sogar einen Stadion-DJ aufgefahren, der das anwesende Volk mit Hits und Schlagern beschallt, dafür kommt es aber kurzzeitig zu Engpässen bei der Bierversorgung.

 

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Stichwort Versorgung: Indsider der Molfseer Fußballszene hatten uns schon vorher drauf hingewiesen, dass sich ein Besuch der Sportanlage am Bärenkrug, deren A-Platz über keinen nennenswerten Ausbau verfügt, auch in kulinarischer Hinsicht lohnen würde, da das Catering der örtliche Fleischerei übernommen hätte. So freuen wir uns vor allem auf die Frikadellen aus dem Hause Gerull, die uns wahrlich nicht enttäuschen.

 

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Schön saftig und gut gewürzt, ein bisschen erinnert die Masse an Mett oder grobes Wurstbrät., was uns vorzüglich mundet und so wird dann auch noch eine Runde Klopse nachgeordert.

 

Gut gesättigt postiert man sich dann an der Bande, um das Spitzenspiel zu verfolgen. Und da macht zunächst einmal Ellerbek Druck auf das Tor vom ehemaligen Holsteiner-Nachwuchs-Keeper Tobi Dittmann, wirkliche Probleme hat „Dittsche“ allerdings nicht seinen Kasten sauber zu halten.

 

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Dafür schlagen die Eidertaler kurz nach der Pause in Person von Florian Thams zu, schönes Tor zur 1:0-Führung.

 

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Danach wirkt das Spiel der Hausherren insgesamt sicherer, es wird sich mehr getraut und es gibt einige schöne Dribblings zu sehen. In der 75. Minute kann Tom Wuellner für Molfsee dann zum 2:0 nachlegen, was dann auch die Vorentscheidung, obwohl Ellerbek noch einzwei gute Chancen hat, die aber alle sicher pariert werden.

 

Jubel auf Seiten des Gastgebers nach Abpfiff groß, schließlich hat man neben dem Aufstieg auch eine Vorentscheidung in der Meisterschaft geschafft. Außerdem konnte die Partie ihrem Ruf als Spitzenspiel absolut gerecht werden – und die Frikadellen sind mit das beste, was man auf Kieler Plätzen bekommt.

 
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