Günter-Seemann-Sportanlage, 14. April 2012, Endstand 4:0

 

Nebenan lernen die Kinder "en, to, tre, fire, fem,…" zu zählen und die Wurst wird in ein Brötchen gebettet – einige Anzeichen sprechen fast dafür, dass man in Dänemark ist, tatsächlich ist man aber "nur" in Dänischenhagen im Dänische Wohld, der Halbinsel, die zwischen Eckernförder Bucht und Kieler Förde gelegen ist. Entspannte Distanz für einen kleinen Sonnabendnachmittagsausflug, wobei einer der Mitfahrer zumindest im Geiste eher mit seiner Hertha in Leverkusen war.

 

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Mit der BayArena kann die Günter-Seemann-Sportanlage nicht ganz mithalten, was unter anderen daran liegt, dass Ausbau hier völlig fehlt, lediglich ein paar Sitzgelegenheiten in Form von Bänken und Gartenstühlen sind vorhanden. Oder man macht es sich am Fenster des Vereinsheims gemütlich, wo man zudem ganz ohne Arena-Card (und dass ist ein Vorteil gegenüber der Spielstätte der Werkself) eine feine bunte Tüte erwerben kann.

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Die eingangs bereits erwähnte Wurst im Brötchen gibt es hingegen direkt am Platz aus der Grillhütte. Der Preis von 2,50 € mag im Kreisligaschnitt vielleicht etwas hoch erscheinen, ist aber sowas von gerechtfertigt, da das Wurstprodukt nach Thüringer Art (und auch seine Geschwister) von stattlicher Größe ist, im knusprigen Brötchen serviert wird und zudem auch noch top schmeckt und schön saftig ist.

 

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Zwei von den Dingern machen auf jeden Fall auch einen großen Esser satt, "zum Kaffee" tut es auch eine. An der Verpflegungsfront gab es also schon mal nicht zu meckern, wartete man nur noch auf ein schönes Kreisliga-Spiel mit ein paar Toren, schließlich kam im "Nordkanal-Derby" mit dem TuS Holtenau der Tabellenletzte zum MTVD. Die Holtenauer haben es im Moment alles andere als einfach, denn neben der Misere der Ersten und diversen Abgängen wurde gerade die zweite Mannschaft abgemeldet, um ein bisschen Personal für den geschrumpften Ligakader abzuziehen. Dazu noch ein Trainerwechsel macht das volle Programm im Abstiegskampf. Trotzdem hoffte man auch aufgrund einiger Verletzter auf Seiten des Gegners auf eine kleinen Erfolg. Dieses Vorhaben misslang zumindest in der ersten Hälfte aber komplett, denn nach nicht einmal zehn gespielten Minuten stand es schon 1:0 für munter aufspielende MTVer. Kopfballtor durch Christian Werner, den nicht gerade längsten Spieler auf dem Platz. Der Torhüter machte dabei auch nicht gerade die beste Figur, wobei das bei einer Fußabwehr auch in diesem Falle schwierig war.

 

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Dänischenhagen dominierte die Partie in Folge und zeigte den einen oder anderen feinen Spielzug, ohne dass Holtenau in der ersten Hälfte auch nur zu einer nennenswerten Torchance kam. Resultat dieser Konstellation war dann der völlig verdiente 4:0-Halbzeitstand. Bemerkenswert die Moral der Holtenauer, die sich nach dem Seitenwechsel nicht unterkriegen ließen und sogar zu Torchancen kamen. Allerdings sank das Niveau insgesamt extrem ab, weshalb bei den zwei anwesenden Hoppern dann irgendwann der Bundesliga-Liveticker in den Fokus rückte, speziell das 3:3 in Leverkusen kostete einige Nerven, weil es für Hertha am Ende vielleicht zu wenig sein könnte. Einziger Trost für die Fans wäre es, dass es nächste Saison wieder zu einem Berliner Derby kommen würde.

Die TuS erkämpfte am Ende, rein auf die zweite Hälfte bezogen übrigens noch ein 0:0, was aber auch nicht zu dem Riesenjubel führte, da es auch hier immer mehr nach Abstieg aussieht. Ob das Derby gegen 07 hier als Trostpflaster reicht, ist eher ungewiss.

 

 

 
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