Hochbrückenplatz, 15. Mai 2011, Endstand 0:3

 

Okay, im Endeffekt war es doch nur ein Spiel in der Kreisklasse B. Aber irgendwie dann doch auch wieder mehr. Zunächst einmal ein vorentscheidendes Spiel um den Aufstieg in die A-Klasse. Dann noch ein Stadtteilderby mit einer gewissen Brisanz und Vorgeschichte.

 

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Und schlussendlich ein wirklich anständiges Match, dass zwar keinen neuen Saisonzuschauerrekord (an dem ja beide Seiten gearbeitet haben) bedeutete, aber bei ziemlich schmuddligem Wetter immerhin über 200 Leute anzog (andere Quellen sprechen sogar von 300 bis 400 Zuschauern).

 

Sportplatz Moorteichwiese, 10. Mai 2011, Endstand 1:7

 

Der Fußballverein mit Herz - das ist der FC Süd Kiel, dessen Wurzeln in der Arbeitersportbewegung liegen, seit 1928. Schon damals fand man sich auf der Moorteichsiese zusammen, 15 Männer aus dem Wohnbezirk Kiel Süd, die die Keimzelle für eine Ligamannschafft bildeten, welche schon ein halbes Jahr später für Aufsehen im Arbeiter Turn- und Sportbund sorgte.

 

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Die Südkieler stellten regelmäßig Spieler für die Kieler Stadtauswahl und man durfte sich mit überregionalen Mannschaften wie Phoenix Wien und V.F.B. Frankfurt messen.

 

 

Auch wenn es für die Teams sicher alles andere als das non-plus-ultra ist, für Fußballjunkies hat der lange Winter ja im nachhinein auch seine guten Seiten: Viele Englische Wochen und bei so gutem Wetter hat man dadurch die Möglichkeit mal so nach und nach die kleinen Grounds im direkten Umfeld mal zu erkunden, welche an den Wochenenden zu kurz kommen. Und auch auf Kreisebene gibt es ja einigermaßen traditionsreiche Spielstätten.

 

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E.T.S.V. Eintracht Kiel von 1910 vs. Post- und Telekom SV Kiel/Kronshagen von 1927
Sportplatz an der Flintbeker Straße, 5. Mai 2011, Endstand 1:5


Zunächst einmal auf zu dem Verein, der, wenn Kiel ein bisschen weiter östlich gelegen wäre, sicher vor zwanzig Jahren noch BSG Lokomotive Kiel geheißen hätte.

 

Stadion am Auberg, 27. Februar 2011, Endstand 4:1

 

In Kiel dieses Wochenende alles abgesagt. Alles? Nein, auf einem Platz unweit des Kanals wird tatsächlich gekickt.

 

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Genauer auf dem Platz am Auberg vom Wiker SV - ein Ground, der zwar schon gemacht wurde, aber trotzdem eine gute Möglichkeit bietet, den Sonntag bei einem gemütlichen Fußball-Klönschnack zu verbringen (zudem ein Teil das WE in London und der andere in Stralsund verbracht hatte).

 

Professor-Peters-Platz, 10. Oktober 2010, Endstand 0:1

...für manche die Anfield Road Kiels

 

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In Hamburg hat Paloma den Johnny-Rehbein-Platz, BU den Wilhelm-Rupprecht-Platz - in Kiel liegt der Professor-Peters-Platz, liebevoll "Profi" genannt, "mitten inne Stadt". Quasi jeder in der Landeshauptstadt kennt den Platz hinter der Feuerwache am Westring, allerdings bleibt den Vorbeifahrenden die wirkliche Ausdehnung des Areals verborgen. Denn neben dem Hauptplatz an der Straße gibt es noch zwei weitere Rasenplätze und einen Ascheplatz, wodurch auch mehrere Vereine parallel auf dem "Profi" spielen können.
Benannt ist der Platz nach einem der Kieler Fußballpioniere, Wilhelm Peters, der als Gymnasialprofessor Ende der 1890er Jahre einen Jugendspielverein gründete, in dem auch der bei weiten Teilen der Bevölkerung und insbesondere bei den Turnerschaften verpönte Fußball gespielt wurde. Also Kicken an der Förde noch vor der Gründung des 1. Kieler Fußballvereins und des Kieler Fußball-Clubs Holstein, die beide später zur KSV Holstein fusionierten.

 

 
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