Sepp-Endres-Sportanlage, 18. August 2018, Endstand: 2:0

 

Da die Anreise zum Pokalspiel in München auf den Sonnabend gelegt wurde, um die 1800 Kilometer etwas entspannter zu gestalten, hieß es im Vorfeld Ausschau nach einem schicken Kick halten. Dabei entschied sich die Kieler Reisegruppe für das kleine Würzburger Derby in der Landesliga Bayern, zwischen dem Würzburger FV und der Zweiten der Kicker. Sicher eines der besseren Spiele, um die Sepp-Endres-Sportanlage zu kreuzen … wäre nicht zwei Tage vor dem Spiel, die Partie Würzburger FV gegen die Erste der Kickers ausgelost worden – für drei Tage später. Trotzdem wurde sich gegen ein Alternativspiel entschieden, auch weil Würzburg gut in den Reiseplan passte und die Stadt am Main ja auch ganz schick ist.

 

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Und das Spiel hat ja auch eine gewisse Tradition, wobei es sich beim Würzburger FV nur noch um den Nachfolgeverein des ehemaligen 1. Würzburger FV 04 handelt. Diesen ereilte 1981 das Schicksal der Insolvenz, nachdem die 04er zuvor vier Jahre in der 2. Bundesliga gekickt hatten. Diese großen Zeiten sind inzwischen lange vorbei, das Stadion an der Frankfurter Straße, das einmal 15.000 Zuschauer fasste, inzwischen abgerissen. Seit 1982 ist die bereits erwähnte Sepp-Endres-Sportanlage die Heimat, anfangs musste hier sogar noch auf Grand gekickt werden.

 

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Mit Blick auf den Fluss und Weinberge wurde das Auto geparkt, unter den prüfenden Blicken einiger anwesender Staatsbeamte wurde sich erstmal akklimatisiert von Klimaanlage volle Radelle an auf über 30 Grad. Kurzer Fußmarsch vorbei an diversen „Würzburg ist blau“-Aufklebern und schon wurde das Schild „Zum Biergarten“ erblickt. „Hier sind wir richtig“ der Gedanke, vor allem weil dieser Biergarten schon ein Teil des Stadions ist. Vor dem Eintritt gab es allerdings noch Taschenkontrolle und Leibesvisitation – Sicherheitsspiel in Liga fünf. Aus diesem Grund gab es an diesem Tag auch nur alkoholfreies Diestelhäuser, was beim Radler immer nicht so schlimm ist. Wurst dazu geschnappt und schnell ein schattiges Plätzchen auf der überdachten Tribüne gesucht. Die Aussicht auf die Weinberge hatte schon wirklich was.

 

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Nach und nach füllten sich die Stufen auf der Heimseite und auch im Gästeblock versammelte sich ein kleiner Mob, zudem war, DFB-Pokal sei dank, einiges an Hoppervolk auszumachen. Bis zum Anpfiff war zumindest nicht so wenig los, wie befürchtet, die offizielle Zuschauerzahl von irgendwas bei 750 schien den Kielern sogar deutlich zu niedrig. Aber die werden es schon wissen...

 

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Die Pöbeleien zwischen den Blauen und den Roten gingen von eher niveauarm bis hin zu ziemlich lustig, wobei in dieser Disziplin der Punkt an die Gäste ging, als das „Wir wollen keine Kickers-Schweine!“ mit „Was wollt ihr dann? Maoam?“ gekontert wurde. Auf dem Feld zeigten zunächst beide Teams eine recht ansehnlich Leistung, wobei mit fortlaufender Spieldauer die Hausherren immer mehr überzeugen konnten. Das 1:0 in der 30. Minute nach schönem Doppelpass zwischen Michel und Ganzinger und Abschluss aus sehr spitzem Winkel sah gut aus und ging auch in Ordnung. Nach dem Seitenwechsel schlenzte Müller den Ball dann in der 52. Minute zum 2:0 ins Kickers-Tor. Die Gäste fanden kein wirkliches Mittel mehr, etwas an diesem Spielstand zu ändern, stattdessen kassierten die Roten auch noch einen Platzverweis, der vom Heimanhang hämisch bejubelt wurde.

 

Nach dem Abpfiff ging es nochmal eine Stunde weiter Richtung München nach Hilpoltstein, wo nach lecker Bier und "fränkischen Tapas" das Nachtlager ausgeschlagen wurde.

 

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