22. September 2018, Endstand 2:2

 

„Bei Wind und Wetter den Jungs verpflichtet...“, nicht nur eine Zeile aus Erik Cohens 'Englische Wochen', sondern in Kiel nach Ende des Sommers Realität. Der erste Herbststurm fegte über die Landeshauptstadt, Regenjacke und Windbreaker dominierten auf den Rängen. Nach dem eher ungünstig verlaufendem Spiel in Fürth nahmen einige Plattformen das böse Wort mit dem großen 'W' in ihre Berichterstattung auf. Vielleicht ein bisschen übertrieben und verfrüht. Vor allem, da mit dem VfL Bochum der Primus des letzten Spieltages zu Gast war. Das 6:0 gegen die Schanzer sorgte durchaus für Respekt. Zumal mit Lewerenz und nach wie vor Seydel zwei Offensivkräfte verletzt fehlten, die sich zuletzt nicht so schlecht verkauft hatten. Nachdem die Abwehr mit Dehm und Thesker am vergangenem Wochenende nicht so gut funktioniert hat, kehrten die altgedienten Schmidt und Herrmann wieder zurück. Dehm rückte weiter nach vorne, Lee und Honsak sprangen für Lewerenz und dem erkrankten Schindler ein.

 

west

 

gäste

 

Mit einem kleinen, aber feinen Intro begrüßten die rund 600 mitgereisten Bochumer ihre Mannschaft. Zuvor tönte Grönemeyers "Bochum" durch Stadion. Eine schöne Geste, zumal diese musikalische Liebeserklärung an Verein, Stadt und Region Kultcharakter besitzt.

 

wetter

 

mühling

 

dehm

 

Ähnlich wie das Wetter zeigten sich die ersten 20 Minuten des Spiel echt stürmisch. Bereits nach fünf Minuten konnten vier Offensivaktionen auf Kieler Seite verbucht werden. Allerdings ließ sich auch der Bochumer Angriff nicht lumpen und versuchte die Möglichkeiten, die Holstein zuließ zu nutzen. Vorerst allerdings ohne Erfolg. Im Verlauf der ersten Halbzeit nahm die Zahl der Chancen für beide Teams etwas ab, das wirkte sich allerdings nicht auf den Unterhaltungsfaktor aus. Trotzdem setzte es in der 38. Minuten einen kleinen Dämpfer. Getreu der Regel 'Wer seine Tore vorne nicht machte...', kassierten die Störche nach einem Konter einen Treffer von Bochums Hinterseer. Insbesondere angesichts des bis dahin wirklich guten Spiels der Kieler war das ärgerlich. Die Hoffnungen lagen nun auf Halbzeit zwei.

 

walter

 

kinsombi

 

jubel

 

Und tatsächlich hatte Serra nach bereits drei Minuten, den Ausgleich auf dem Fuß. Allerdings konnte dieser erst in der 57. Minute Dank eines Eigentors, dem ein satter Schuss von Honsak voraus ging, verzeichnet werden. Die Freude für die KSV-Anhänger währte aber nicht so richtig lang, denn wenige Minuten später gingen die Gäste dank des Ex-Kielers Tom Weilandt wieder in Führung. Der VfL einfach effizienter. Das zeigte sich auch im weiteren Verlauf des Spiels, in Holstein deutlich mehr Chancen zu verzeichnen hatte, diese aber eben nicht in Zählbares umwandeln konnte. Bis zur 90. Minute musste das Kieler Publikum, dem inzwischen der eine oder andere Schauer um die Ohren gepustet worden war, auf die ersehnte Erlösung warten. Flanke van den Bergh, Kopfball Serra, Tor. Und beinahe wäre es noch zu einem weiteren Treffer gekommen. Erst zog Okugawa ab, scheiterte aber am Bochumer Keeper, dann hatte Girth die Chance, wurde aber im letzten Moment am Abschluss gehindert und in der letzten Minute der Nachspielzeit bugsierte Hinterseer den Ball nochmal ins Kieler Tor, stand aber zuvor deutlich im Abseits. Nach Abpfiff war das Kieler Publikum zwiegespalten. Das Unentschieden gegen die starken Bochumer war verdient, doch die Effektivität ließ zu wünschen übrig.

 

Insgesamt gibt es aber keinen Grund sich zu beschweren. Mit neun Punkten nach sechs Spielen stehen die Störche eigentlich gar nicht schlecht da. Die nächste Chance auf Punkte gibt es Englischer Woche sei Dank, bereits am Dienstag - es geht weiter mit den Kulthymnen. Um 18:30 Uhr heißt es im Stadion an der alten Försterei wieder: "EISERN UNION". Gerne wieder Spaktakel - nur mit dem Tor mehr für uns. ;)

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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