3. September 2018, Endstand 2:1

 

19.30 Uhr. Der Versuch pünktlich Feierabend zu machen, ist gescheitert. Missmutig werden die ersten WhatsApps verschickt: „Bin dann vielleicht in der zweiten Halbzeit da“. Zudem auch noch Stau zwischen Arbeitsplatz und Zielort herrscht. Kurz danach dann aber doch das erlösende Fallen des Stiftes, ab geht es ins Auto und mit Höchstgeschwindigkeit über die inzwischen freien Straßen in Richtung Stadion. Parkraum am Westring ist auch noch vorhanden und nach einem kleinen, aber strammen Fußmarsch ist sogar noch ein Zeitpuffer bis zum Anpfiff von fast 10 Minuten. Das Flutlicht strahlt, die Ränge sind gut gefüllt und langsam fällt der Stress ab – "Scheiß Montagsspiele", bleibt aber trotzdem der Gedanke.

 

abend

 

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gäste

 

Dann ertönt aber auch schon der Pfiff von Schiedsrichter Dr. Kampka. Der Gästeblock legt direkt lautstark los, während es aus dem Block 501 zunächst deutliche Unmutsbekundungen in Richtung Geschäftsführung des Vereins gibt. Seit dem Frühjahr sind die Fronten arg verhärtet, das „Hauptribünenverbot“ für die aktive Szene beim Spiel der U23 gegen die Zwote des HSV, sowie die anschließende „Würstchengate“ und deren Folgen hatten unter der Woche zu einer neue Eskalation geführt, die so absolut nicht wünschenswert ist.

 

hauke

 

Akustisch der Support danach aber auf einem guten Level, mit einem richtigen Gegner im Gästeblock singt es sich vielleicht doch lauter (und die Magdeburger durften ja diesmal Überdachung nutzen). Auch auf dem Feld sieht es so aus, als wenn die Gäste nicht nur zerstören wollen, bereits nach wenigen Minuten muss Kronholm bei einem Kopfball von Erdmann eingreifen. Auch die nächste Chance erspielen sich die Gäste, der Winkel ist für Costly dann aber doch etwas zu spitz. Bei Holstein blitzt immer wieder die Idee des neuen Spielsystems auf, zu Beginn hakt es aber noch häufig, der FCM stört den Spielaufbau immer wieder erfolgreich. Dann nach 25 Minuten aber ein Kopfball von Honsak, den der Magdeburger Keeper noch gerade vor der Linie festhält. In der Folge ist Holstein dann feldüberlegen aber nicht zwingend. So wirklich unzufrieden sind beide Lager zur Pause wohl nicht.

 

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In Hälfte zwei beginnt Holstein gerade zu dominieren, als Türpitz eben nicht im Abseits steht und die Aufsteiger in Führung bringt (65.) Trotzdem lässt sich Holstein nicht aus der Ruhe bringen, ganz im Gegenteil kann der Druck auf das Gästetor quasi minütlich erhöht werden.Der verdiente Ausgleich dann zehn Minuten später – wieder ist es Alexander Mühling mit einem wichtigen Tor. Riesenjubel und die Störche bleiben dran, auch wenn Magdeburg noch den einen oder anderen Konter in petto hat. Insgesamt wirkt der FCM aber doch etwas ausgepowert, und so kann sich Holstein dann am Ende verdient den Dreier schnappen. Schindler mit der Flanke, Seydel mit dem Kopf und drin ist der Ball. Die verbleibenden Minuten werden runtergespielt, am Ende darf der Sprung auf Platz drei/dürfen drei Punkte gegen den Abstieg bejubelt werden. Dafür hat sich der Stress gelohnt.

 

feiern

 

23:20 Uhr. Beim After-Match-Imbiss sind fast jede Menge KSV-Trikots zu sehen. Eigentlich ganz schön ungesund. So spät noch zu Essen. Holstein-Siege sind schön, Montagsspiele sind scheiße. Basta!

 

Nächstes Wochenende ist spielfrei, ehe es dann mal wieder Richtung Freistaat geht - haben wir auch schon fast vermisst.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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