2. Dezember 2017, Endstand 2:2

 

Dass die KSV irgendwann um die Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga spielen würde, hätte das Kieler Publikum vermutlich eher weniger gedacht. Im letzten Heimspiel vor der Winterpause war das allerdings tatsächlich der Fall.

 

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Holstein als Spitzenreiter empfing Fortuna Düsseldorf als zweiten. Während die Störche inzwischen acht Spiele in Folge ungeschlagen waren, zeigte die Formkurve bei dem Aufstiegsfavorit aus Düsseldorf eher nach unten.

 

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Nichtsdestotrotz hat vermutlich keiner der anwesenden den Gast vom Rhein unterschätzt. bevor es jedoch auf dem Rasen zur Sache ging, setzte sich die Anhängerschaft der Fortunen in Szene. Bereits bei der Ankunft am Bahnhof machten sich diese lautstark bemerkbar. Im Gästeblock selber war der Block M nahezu geschlossen in rote und weiße Ponchos gehüllt. Dazu ein gut gefüllter Block O - das Herz des Kielers war erfüllt von Vorfreude.

 

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Doch zunächst gab es einen kurzen Gedenkmoment für zwei verstorbene Tribünenoriginale.

 

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Pünktlich zum Einlauf der Mannschaften legte der Gästeblock mit der erwarteten Stimmung los. Auch die 22 Mann auf dem Spielfeld ließen sich nicht lumpen, brannten bereits in den Anfangsminuten ein erstes Feuerwerk ab. Die erste große Chance von Seydel, es folgten auf beiden Seiten weitere Torschüssen. Schnell war klar, Düsseldorf wollte die Tabellenführung zurück, Holstein die vorzeitige Herbstmeisterschaft. Das Publikum sah eine unterhaltsame erste Halbzeit, die aber nicht nur aufgrund des Tors in der 43. Minute an die Gäste ging.

 

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Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste gleich mit viel Vorwärtsdrang auf beiden Seiten. Doch diesmal war es die KSV, die mehr davon in der hatte. In der 55. Minute war es Schindler, in der 70. Minute Drexler mit einem Nachschuss eines Foulelfmeters und Holstein ging in Führung. Waren es in der ersten Halbzeit noch die Düsseldorfer, die „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten, konnten es jetzt wieder die Kieler anstimmen.

 

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Trotzdem musste die Entscheidung über den Herbstmeister vertagt werden. Denn in der 85. Minuten traf Rouwen Hennings zum Ausgleich, der auch der Endstand sein sollte. Erstaunlich, dass sich kurz nach Abpfiff ein Gefühl von Enttäuschung breit machte. Schließlich war mehr drin gewesen. Doch das Gefühl währte nur kurz. Weiterhin Tabellenführung, weiterhin auf Kurs, weiterhin das sensationellste Holstein Kiel aller Zeiten. Und für alle, deren Glückseligkeit von der Herbstmeisterschaft abhängt, gibt es am kommenden Freitag eine zweite Chance beim Auswärtsspiel in Braunschweig.

 

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