"Schnittchen und Scherze" sind zwar nicht "Brot und Spiele" erfüllen aber von Zeit zu Zeit denselben Zweck.

 

So einiges hat sich seit Saisonende bei der KSV getan - sowohl im Fanbetreuerteam, als auch in der Mannschaft. Einige Dinge sind aber auch beim Alten geblieben und das zum Glück. So fand am Dienstag, den 3. August 2010 der (traditionelle) Fanabend vor der Saison, (traditionell) moderiert von York Lange, im Holsteiner statt.

 

team

 

Rund 100 Fans von Kuchenblock bis Westtribüne wollten das neue Trainerteam bestehend aus Thorsten Gutzeit, Jürgen Wildbrett und Jan Sandmann, sowie die Neuzugänge Kusi Kwame, Marco Steil (der nach eigenen Angaben alle Konten in Liechtenstein aufgelöst hat), Karsten Fischer, Yannik Jakubowski, Jakob Sachs, Steve Müller und Sofien Chahed "beschnuppern".

Zudem stellten sich Wolfgang Schwenke und Andreas Bornemann den Fragen der Störchefans - das Ganze bei Flammekuchen, Sandwiches und Freigetränk auf Vereinskosten. Auch eine Tradition, die man beibehalten sollte - da waren sich alle Fangruppen, wie nicht immer an diesem Abend, einig.

 

marco

keine Nummernkonten mehr

 

Einheitlich düfte auch das Urteil über die Neuzugänge (Trainerstab eingeschlossen) ausfallen: Durchweg positiv - sympatisch, bedacht und mit klaren Zielen. Die Zeit der Lautsprecher scheint in Kiel zum Glück der Vergangenheit anzugehören. Applaus erntet man 2010 dafür, wenn man auf die Frage, warum man nach Kiel gewechselt sei, neben des üblichen "sportliche Perspektive" und "Infrastruktur stimmt" zugibt, dass Holstein eigentlich das einzige Angebot gewesen sei (Kusi Kwame).

 

jakob und kusi

kein Lübecker (links) kein anderes Angebot (rechts)

 

Jakob Sachs legte Wert darauf, dass er ja kein Lübecker, sondern vielmehr Hamburger sei (das wird jeder KSV-Anhänger akzeptieren, wenn 2011 die Holsteinflagge im Mittelkreis der Lohmühle steckt ;) ). Alles in allem machten die Neuzugänge den Eindruck, dass sie sich schon gut bei Holstein einglebt hätten und dass mit ihnen eine schlagkräftige, junge Truppe entstanden ist (die sich ihrer Wirkung auf das junge, weibliche Geschlecht voll bewusst zu sein scheint).

Auch wenn es keine offizielle Vorgabe von Seiten der sportlichen Leitung gäbe, peilten fast alle Beteiligten eine rasche Rückkehr in die 3. Liga an. Der Hunger auf Erfolg scheint auf jeden Fall vorhanden zu sein, dies bestätigten auch Thorsten Gutzeit und Jan Sandmann. Man wolle auch vermeintlichen Übermannschaften wie Red Bull RasenBallsport Leipzig Paroli bieten und sei da auch zuversichtlich, "Geld schieße schließlich keine Tore". 

 

gutzeit

"Geld schießt keine Tore"

 

Jürgen Wildbrett fügte hinzu, dass er die Mannschaft konditionell in der Lage sähe, ein Spiel auch noch in der 90. Minute zu ihren Gunsten zu entscheiden. Trotz der harten Trainingseinheiten während der letzten Sommerwochen, scheint der Schwabe seine Sympatien bei der Mannschaft auch noch nicht verspielt zu haben. Zum Kaptän des Teams wurde aufgrund seiner Erfahrung und seiner Verdienste Michael Frech bestimmt, Stellvertreter ist "Ruhepol" Fiete Sykora.

Falls es kurzfristig noch zu längerfristigen Ausfällen käme, wäre im Etat (der nach Angaben von Wolfgang Schwenke bei etwas über 2 Millionen liegt) noch etwas Luft für Nachbesserungen, so der sportliche Leiter Andreas Bornemann. Wenn er die Reha überstanden habe, würde zudem noch Benjamin Schüßler zu den Störchen zurückkehren (die Prognosen für eine Rückkehr in diesem Jahr stünden gut). Für zukünftige Neuverpflichtungen wolle die Scoutingabteilung in der neuen Saison auch den dänischen Markt sondieren, dies sei in der vergangenen Saison durch die Doppelbelastung von Carsten Wehlmann etwas kurz gekommen (und sei nicht auf einen Neuaufbau in der Regionalliga ausgerichtet gewesen).

 

york

dank "Steil"vorlagen keine "Lange"weile

 

Über die Aktivitäten des Vereins werde man laut Wolfgang Schwenke ab dem ersten Heimspiel umfassend auf der dann neugestalteten Homepage informiert werden, auf eine Anzeigetafel hingegen müsste man noch warten - im derzeitigen Budget sei keine drin ("wir können ja mal den Hut rumgehen lassen"). Hoffnung hingegen für Fischbrötchen im Holsteinstadion/an der Waterkant: Zwar keine konkreten Aussagen über wann und wie genau, aber immerhin "Man muss es vielleicht mal ausprobieren." (Anmerkung Calcio Culinaria und diverse Gästefans: Ja, das sollte man!)

Zu Verabschiedungen der verdienten Spieler wie Sven Boy oder Dimi sei es im Übrigen deshalb nicht gekommen, da der Verein auf Einladungen zum Santander-Spiel nur Absagen erhalten habe.

Eher unbefriedigend blieben hingegen die Aussagen der Vereinsführung zum Thema Zweitvertretungen/Regionalligareform. Einer Reserveliga (wie sie zum Beispiel in England existiert) fehle laut Andreas Bornemann der "Wettkampfcharakter". Obwohl wieder etwas Bewegung in die Sache gekommen sei, wären Änderungen zudem schwierig umzusetzen und frühestens 2012 möglich (und vielleicht sei für Holstein dann Regionalliga schon kein Thema mehr Undecided ).

Für einige Anwesende unbefriedigend war die Aussage Schwenkes, dass es beim Verein auch in dieser Saison keinen festen Etat für die Fanbetreuung geben würde. Schließlich würden dem Verein durch Strafgelder auch Gelder aus diesem Topf verloren gehen, die man sonst in sinvolle Projekte stecken könnte/würde (hierfür Beifall vom Kuchenblock). Generell sei man aber wie bisher bereit, Gelder projektbezogen zur Verfügung zu stellen. Also Fanszene: Schiebt Projekte an und zeigt, dass der Verein zu seinen Worten steht.

 

trainerteam

hoffentlich beim nächsten Fanabend auch noch dabei

 

Summa sumarum aber ein Fanabend, der die Vorfreude auf Ligaauftakt steigert und der den sportlich positiven Eindruck von der Mannschaft um eine menschliche Komponente bereichert.

 

Weitere Bilder gibt es in der Galerie.

 

 
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