20. April 2019, Endstand 1:2

 

Klar, es ist vielleicht nicht die schönste Tribüne der Welt. Schließlich handelt es sich um ein Stahlrohrkonstrukt mit Wellblech. Immerhin etwas höher und steiler als der Alupalast in Wiesbaden – so scheint es zumindest. Trotzdem komplettiert es das Holstein-Stadion. In der vergangenen Woche war irgendwo bei Twitter zu lesen, dass Holstein früher ein ¾ kleines Stadion hatte und es jetzt ¼ großes Stadion ist. Jetzt, wo die Seiten geschlossen sind, die Sitzplätze inklusive des KSV-Schriftzuges errichtet sind beeindruckt die neue Osttribüne noch mehr als schon beim letzten Heimspiel.

 

Ost

 

An diesem schönen, sonnigen Ostersonnabend knallte die Sonne gut auf das dort stehende Publikum. Am Eingang Schirmmützen und Sonnenmilch zu verkaufen, könnte sich lohnen. Und auch die Stimmung, bzw. die Mitmachquote schien sich zaghaft zu steigern. Erste Wechselgesänge zwischen West und Ost klappten allmählich. Das lag sicherlich auch an der Begegnung – schließlich war die Partie Holstein Kiel gegen SC Paderborn ein echtes Spitzenspiel. Und nachdem auch die Aufstiegskonkurrenz – abgesehen von Köln, sich noch nicht so richtig durchzusetzen vermochte, konnte dieses Spiel über den Verbleib im Aufstiegsrennen entscheiden.

 

Heim

 

Gäste

 

Auch seitens Paderborn wollten sich das einige nicht entgehen lassen. Allerdings enttäuschte die Zahl der Mitgereisten ein wenig. Ob es nun am Osterwochenende lag oder an der Sorge, in Kiel nichts zu holen – man weiß es nicht. Aber angesichts der Konstellation wäre da gästemäßig mehr drin gewesen. Insgesamt fanden sich 13.129 Zuschauer an diesem Frühlingstag am Westring 501 ein. Dank der neuen Tribüne eine Zahl, die so sehr lange nicht mehr erzielt wurde.

Fahne

 

Adler

 

Jubel

 

Und das Publikum wurde belohnt. Besonders in der ersten Hälfte wurde auf dem Rasen beste Unterhaltung geboten. Beide Mannschaften kreierten einige gute Chancen, so manches Mal wurde auf den Rängen der Atem angehalten. Sogar einem Seeadler war das Spiel es wert, einige Runden über dem Holstein-Stadion zu kreisen, bevor er mit seiner beeindruckenden Spannweite weiterzog. Dennoch ging es torlos in die Pause. Die zweite Hälfte war nicht mal eine Minute alt, da zappelte der Ball im Paderborner Netz. Doch Schiedsrichter Dankert und sein Team hatten Schütze Honsak im Abseits gesehen. Eine Minute später allerdings war Okugawa das nicht und traf nach Vorlage Dehm zur Führung.

 

Meh

 

Walter

 

Doch die Freude währte leider nicht lange. In der 57. Minute konnte Paderborn ausgleichen, knapp zehn Minuten später gingen die Gäste in Führung. Besonders ärgerlich dabei: Weder der HSV noch Union Berlin kamen an diesem Spieltag über einen Punkt hinaus. Damit hat sich der SCP eine hervorragende Ausgangsposition für den Schlussspurt ergattert, während sich die Störche vermutlich aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben. Zwar sind es noch vier Spiele bis Saisonende, doch die Spannweite reich hier am Ende vermutlich nicht.

 

Wahl

 

Trotzdem hier und da ein wenig verständlicher Frust über das Ergebnis herrschte – bereits jetzt war mancherorts vom heimischen Publikum zu hören, dass die Saison doch besser und spannender im positiven Sinne verlaufen ist, als noch in der Sommerpause befürchtet.

 

Und mit diesem Gefühl können wir uns alle in das Saisonfinale stürzen und trotzdem am kommenden Sonnabend tatkräftig in Sandhausen unterstützen. Wer drumherum noch ein wenig den Frühling im Südwesten Deutschlands genießen will, dem sei eine Übernachtung im nur 10 Minuten entfernten heidelberg ans Herz gelegt. Nichts gegen Sandhausen, aber die historische Universitätsstadt am Neckar hat vielleicht ein wenig mehr zu bieten.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok