6. April 2019, Endstand: 2:1

 

Der Tag begann schon perfekt mit strahlendem Sonnenschein., der Frühling lag in der Luft und die Freude auf das Spiel gegen den FC St. Pauli, das einen würdigen Rahmen für die Einweihung der neuen Tribüne bedeutete, war groß. Vergessen war die deutliche Niederlage gegen den Tabellenführer am vergangenen Wochenende. Aufgrund der Höhe der neue Stahlrohrkonstruktion, ragen nicht mehr nur alleine die Flutlichter über manche Dächer und Bäume hinweg.

 

panorama

 

Und auch wenn es sich nur um ein Provisorium handelt und sich durchaus über die Ästhetik streiten lässt, dass unser „Wohnzimmer“ wieder eine geschlossene Seite hat – mehr noch, eine Tribüne, die das Stadionfeeling deutlich steigert, ist schon eine tolle Sache. Hier und da fehlte noch etwas von der Verkleidung. Man gut, dass es an diesem Tag nicht so windig war, denn auf dem Umlauf über den Stehrängen kann vermutlich ziemlich zugig werden.

 

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Neu war auch das Sicherheitsnetz vor dem Gästeblock. Ob es sich um das selbe handelt, das einst vor der Westtribüne hing, ist nicht bekannt – eine ähnlich schlechte Sicht verursachte es dennoch. Hier ist zu hoffen, dass der Verein da im Sinne der Gäste nochmal nachbessert. Schließlich wollen ja auch die etwas für ihr Geld zu sehen bekommen.

 

walter

 

Auf dem Rasen gab es an diesem Tag davon übrigens genug. Auch bei der Mannschaft schien die letzte Auswärtspartie aus den Köpfen gestrichen zu sein. Von Beginn an spielten die Störche frech und selbstbewusst. Kein Vergleich zum Spiel am Rhein. Während Holsteins Chancen zunächst jeder weniger zwingend waren, brauchten die Gäste aus Hamburg etwas, um überhaupt ins Spiel zu finden. Trotz fehlender Tore waren die ersten 40 Minuten unterhaltsam. Das änderte sich bis zum Pausenpfiff zwar auch nicht, aus Kieler Sicht waren die folgenden Minuten jedoch eher unangenehm. Im eigenen Strafraum wusste sich Stefan Thesker mit nichts anderem als einem Ruck am braunen Trikot zu helfen. Schiedsrichter Felix Zwayer wertete den Einsatz als Notbremse und entschied auf doppelte Bestrafung. Platzverweis für Thesker und Elfmeter für die Kiezkicker. Letzteren verwandelte Alex Meier souverän.

 

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Zähneknirschend ging es also in die Kabinen. Doch bereits mehrfach haben wir den Kampfgeist und die Comeback-Qualitäten Holsteins hervorgehoben. Und dies bestätigte sich in der zweiten Hälfte. Nach nicht einmal fünf Minuten glichen die Störche, ebenfalls dank eines Foulelfmeters, aus. St. Paulis Avevor brachte Honsak unschön zu Fall, Mühling verwandelte souveränTrotz Unterzahl sorgte das für einen weiteren Motivationsschub.

 

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Drei Minuten später ließ asiatisches Teamwork die Kieler Anhängerschaft jubeln. Okugawa wird von Kronholm geschickt, legt den Ball in die Mitte. Lee nutzt die Chance und verwandelte zum 2:1. In den folgenden knapp 40 Minuten (Zwayer ließ vier Minuten nachspielen) hatte die KSV sogar mehr als einmal das 3:1 auf dem Fuß, während die Gäste trotz Überzahl kaum einen Stich setzen konnten. Erst gegen Ende der Partie, als die Kräfte Holsteins an einigen Ecken etwas nachließen, witterte sie nochmal ihre Chance, doch außer einiger kleiner Herzinfarkte bei allen 13.274 Zuschauern passierte nichts mehr. Mit Abpfiff stand fest: die Norddeutsche Meisterschaft der 2. Bundesliga geht mit vier Siegen klar an Blau-Weiß-Rot.

 

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jubel

 

Kleiner Wermutstropfen war vielleicht die heimseitige Stimmung. Offenbar muss sich das Kieler Publikum noch an die neue Situation mit der Osttribüne gewöhnen, denn gerade die hätte den gut supportenden Hamburgern einiges entgegensetzen können. Doch so insgesamt kam das dortige Publikum nicht so richtig aus dem Quark. Das müssen wir nochmal üben – schließlich wollen wir unser Team gegen Paderborn von allen vier Seiten ordentlich Beschallen.

 

Doch zunächst geht es am kommenden Wochenende nach Ingolstadt, die an diesem Spieltag 4:2 im Kellerduell gegen Duisburg gewonnen haben.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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