3. Februar, Endstand: 2:0

 

Als hätte der Kieler Winter gewusst, dass es ein schöner Tag wird, hat er nach einer doch recht trüben Woche am Sonntagmorgen die Sonne ausgepackt. Entsprechend beschwingt wirkt das Kieler Publikum beim Eintreffen am Stadion. Sicherlich auch, weil das letzte Heimspiel 2018 Sorge dafür getragen hatte, dass dem Heimspielauftakt 2019 sehnlichst entgegengefiebert wurde.

 

Zwar ließ einem der Start ins Jahr 2019 mit dem gerade noch „geretteten“ Punkt auswärts gegen Heidenheim ein bisschen mit gemischten Gefühlen zurück, an Optimismus mangelt es vor dem Spiel gegen den SSV Jahn dennoch nicht. Teile des zum Stadion strömenden Publikum ist vom Heimsieg überzeugt und diskutiert lediglich über die Höhe des Ergebnisses.

 

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Doch bevor der Kampf gegen die Donaustädter geht, steht der Kampf mit den Tränen an. Es mag sein, dass siebeneinhalb Jahre bei einem Verein keine absolute Ausnahme sind, aber es gibt diese Spieler, die sich so sehr in die Herzen des Publikums spielen, dass keiner sie gehen lassen will. Und zu diesen Spielern gehört Patrick Herrmann, dem an diesem Tag nochmal ein großer Bahnhof gemacht wurde. Kaum ein Auge bleibt trocken. Nicht einmal bei ihm selbst. Das „Patrick Herrmann“, gerufen aus rund 8.000 Kehlen, ist vermutlich noch auf dem Ostufer zu hören. Und dann ist sie vorbei, die Ära Herrmann bei Holstein Kiel. Bei seinem nächsten Besuch wird er ein anderes Blau (oder schlimmstenfalls Orange) tragen. Doch wir Kieler können uns vermutlich sicher sein: im Herzen wird er immer blau-weiß-rot bleiben.

 

Dann heißt es Tränen trocknen und anschnallen. Zwar braucht das Spiel ein paar Momente um Fahrt aufzunehmen, doch nach 12 Minuten sorgt Neuzugang Lazlo Benes mit der Vorlage und Kingsley Schindler mit dem Treffer zum 1:0 für Jubel auf den Rängen.

 

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Wenige Minuten später hat Mühling die Chance zu erhöhen, verpasst das Netzt aber nur knapp. Wer aber glaubt, Regensburg steht nur daneben und schaut zu, hat sich getäuscht. Bis zum Ende der ersten Hälfte macht der SSV der Kieler Defensive ordentlich Arbeit.

 

Auch die zweite Hälfte sorgt keineswegs für Entspannung auf Kieler Seiten. Die Gäste kommen motiviert aus der Kabine und fordern die Abwehrreihen der Störche sofort. Sich auf dem 1:0 auszuruhen ist allerdings auch nicht der Anspruch der Heimmannschaft. Ganz im Gegenteil, nach vorne wird weiter fleißig gearbeitet. Die größte Chance zu erhöhen hat Okugawa nach einem Zuspiel von Schindler in der 64. Minute.

 

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Doch irgendwie rutscht der Ball durch seine Füße durch. Regensburg drängt weiterhin auf den Ausgleich, so dass sich das Kieler Publikum nach einem zweiten Treffer sehnt. Mit einem Ecke gelingt es dann endlich nachzulegen.Wieder ist es Benes der als Ausführender der Ecke die Vorlage macht. Im Strafraum setzt sich Thesker durch und köpft zum 2:0. Doch spätestens seit der Partie Meppen gegen Uerdingen (Meppen schießt nach einem 0:2 Rückstand drei Tore binnen 10 Minuten und dreht das Spiel), wissen wir, dass erst Schluss ist, wenn der Schiri pfeift. Und Regensburg hat sich noch nicht aufgegeben. Doch die Kieler Abwehr lässt sich nicht überwinden uns so stehen nach Abpfiff drei weitere Punkte auf der Kieler Habenseite.

 

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Das und der durchgehend strahlende Sonnenschein, der sich zumindest abseits der schattigen Plätze, schon ein bisschen nach einem nahenden Frühling anfühlt, trösten zumindest ein bisschen über den Verlust hinweg, der spätestens seit heute auch bei dem letzten Fußballgottverehrer gesackt sein muss.

 

Das nächste Heimspiel lässt auch nicht lange auf sich warten. Bereits am Mittwoch sehen wir uns alle im Stadion wieder. Da heißt es dann DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC Augsburg.

 

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